Mi, 21. Februar 2018

Adventkalender #15

14.12.2016 14:41

Wenn Engerln ihre Federn verlieren...

Von außerirdischen Wesen, kleinen und beflügelten Engerln etwa, erzählt unsere Leserin Sieglinde Siegel aus Treffen im beliebten "Kärntner Krone"-Adventkalender. Das ist Türchen 15.

"In unserem Schlafzimmer entdecke ich oft kleine Federchen. Unser Hund "Flori" - ein Pekinese - schläft nachts im Lehnstuhl auf einem alten Polster. Der wird alle zwei Wochen neu überzogen. "Flori" hat ja ein schönes, helles Haarkleid, ein so genanntes "Hundepelzerl". Mit seinen kleinen Pfoten schleppt er vom Garten oft Blätter und Halme mit. Dieses Blattgold fällt jetzt von unseren Laubbäumen. Ansonsten ist er ein sauberes Hündchen. Im Sommer wird er geschoren und hat eine schöne Frisur für die warme Jahreszeit. Also vom kleinen "Flori" können die Federn nicht stammen.

Beim Lüften sind alle Fenster offen, oft viel zu lange. Die Tage werden kürzer und in fast einer Woche ist Weihnachten. Der Mond nimmt zu, eine schöne Sichel, steht zwischen den Bergen am Himmel. Sie hat vor, jeden Abend ein wenig zuzulegen, damit der Mond wieder seine volle Rundung hat, wenn Vollmond sein soll.

Unsere Katze "Shieri" ist nun zehn Jahre alt, auch sie liebt es, die Nacht in unserem Schlafzimmer zu verbringen. Zu später Stunde schleicht sie herein um von "Flori" nicht entdeckt zu werden. Meist schnarcht er dann schon und liegt auf einem Ohr. Er sieht in ihr nicht gerade eine Freundin. Die Eifersucht plagt ihn, denn diese dreifärbige Mieze nimmt gerne im Bett Platz. Schon ein Jammer, wenn man selbst nicht hinein darf. Eine wahre Ungerechtigkeit!

Laut schnurrend lässt sich "Shieri" zu meinen Füßen nieder. Vorher vergewissert sie sich noch, ob ich sie wohl bemerkt habe und geht vor bis zu meinem Gesicht. Später schläft sie ruhig die ganze Nacht. Nachdem "Shieri" ein dreifärbiges Pelzchen hat, kommt auch sie als Federlieferant nicht in Frage.

Wer dann? Es können nur außerirdische Wesen sein, beflügelte Engel, die durchs Haus schwirren. Unbemerkt von uns Menschen. Unsere Tiere scheinen sie zu kennen. Jetzt in der Vorweihnachtszeit sind diese Wesen viel beschäftigt. Sie überzeugen sich, ob Kinder hier leben, um dann mit dem Christkind am Heiligen Abend einzukehren. Eine spannende Zeit der Erwartung, da kann es schon sein, dass der eine oder andere Engel ein Federchen verliert."

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