Fr, 20. Oktober 2017

Zukunftsmarkt

14.12.2016 09:34

„Waymo“: Google gründet Firma für autonome Autos

Google gründet für die Entwicklung von Technologien für selbstfahrende Autos eine eigenständige Tochterfirma. Sie werde Waymo heißen, gab ihr künftiger Chef Jon Krafcik bekannt. "Wir sind eine Firma, die sich mit Technologie für autonomes Fahren beschäftigt", betonte er - und machte damit wie bereits andere vor ihm klar, dass Google nicht selbst zum Autobauer werden will, sondern stattdessen Partnerschaften mit etablierten Herstellern anstrebt.

Die ersten Autos mit Technik für autonomes Fahren hatte Google bereits 2009 auf die Straße geschickt. Seitdem seien über 3,2 Millionen Kilometer zurückgelegt worden, erklärte Krafcik. Zunächst waren es umgebaute Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus, inzwischen testet Google auch Autos aus eigener Entwicklung.

In einem der kleinen elektrischen Zweisitzer wurde im Oktober 2015 ein blinder Mann ohne eine zusätzliche Person an Bord in Austin in Texas befördert. Google zufolge war es die weltweit erste Fahrt dieser Art, bei der der Computer komplett auf sich allein gestellt war.

Kooperation statt Eigenproduktion
Zugleich soll laut einem Medienbericht die Entwicklung des eigenen selbstfahrenden Google-Autos ohne Lenkrad und Pedale vorerst nicht weiter vorangetrieben werden. Stattdessen solle es verstärkt um Kooperationen mit Autoherstellern bei traditionelleren Fahrzeugen gehen, schrieb der Silicon-Valley-Branchendienst "The Information" am Dienstag.

Dadurch mache man sich Hoffnungen, bereits Ende 2017 einen kommerziellen Fahrdienst mit selbstfahrenden Autos an den Start zu bringen, hieß es unter Berufung auf Insider. Der Zeitplan dabei hänge aber von der Entwicklung des Prototyps mit Fiat Chrysler ab. Dabei werden nach früheren Ankündigungen zunächst 100 Minivans des Modells Chrysler Pacifica umgebaut, um Googles Roboterwagen-Technik in den Fahrzeugen unterzubringen.

Fiat Chrysler ist der einzige bisher bekanntgewordene große Autokonzern, der den Einsatz von Google-Technologie in seinen Roboterwagen erwägt. Ansonsten zog es die Branche vor, eigene Lösungen zu entwickeln.

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Redaktion
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