Mo, 28. Mai 2018

Fund in Guatemala

14.12.2016 08:16

Mit Radar erstes Landstraßennetz der Welt entdeckt

Im Norden von Guatemala haben Wissenschaftler mittels moderner Laserradar-Technologie in der "Wiege der Maya-Kultur" das erste Landstraßennetz der Welt entdeckt. Die insgesamt 17 Straßen mit einer Gesamtlänge von über 240 Kilometern hätten die Stadt El Mirador mit umliegenden Ortschaften verbunden, sagte Projektleiter Richard Hansen.

El Mirador in der Region Peten an der Grenze zu Mexiko sei vor ihrem Untergang um das Jahr 150 nach Christus die größte Stadt der westlichen Hemisphäre gewesen. Bei dem sogenannten LiDAR-Verfahren wird die Erdoberfläche mit Radarstrahlen gescannt und eine dreidimensionale Karte der Region erstellt.

"Das war der erste Staat in Amerika"
Dabei entdeckten die Forscher Pyramiden, Terrassen, Kanäle, Deiche, Mauern und Straßen. Die Pyramide La Danta ist mit 72 Metern die höchste in Mittelamerika. In der Blütezeit sollen rund um El Mirador über eine Million Menschen gelebt haben. "Das war der erste Staat in Amerika", sagte Hansen.

Züchteten die Maya in großem Stil Vieh?
Bei der Vermessung stießen die Wissenschaftler auf Hinweise auf ein komplexes Stall- und Weidensystem. Offenbar hätten die Maya in El Mirador in großem Stil Vieh gezüchtet und Fleisch produziert, so Hansen. Im kommenden Jahr wollen die Forscher ihre Forschung fortsetzen.

 krone.at
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