Mo, 20. November 2017

Zurück auf Saslong

14.12.2016 07:17

Mayer: Luxus-Wohnmobil lenkt vom Horror ab

Vor zwölf Monaten lag Matthias Mayer mit Wirbelbrüchen auf der Saslong in Gröden - am Mittwoch kehrt der Olympiasieger auf seine Unglücksstrecke zurück. Neu im Team-Mayer: ein zwölf Meter langes, 15 Tonnen schweres Luxus-Wohnmobil.

Am Dienstagabend kehrte Österreichs Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer in seinen Unglücksort zurück. Nach Gröden. Dort, wo er sich beim schweren Sturz in der Abfahrt den sechsten und siebenten Brustwirbel gebrochen hatte. Und nur haarscharf dem Los, ein Leben lang im Rollstuhl verbringen zu müssen, entronnen war.

Ein Monster
Aber ein wahres Monster von einem Gefährt konnte die Gedanken an die schrecklichen Szenen, an den Sturz-Horror vor ziemlich genau zwölf Monaten wenigstens etwas in den Hintergrund drängen. Rechtzeitig vor den Rennen in Südtirol wurde sein vom Mölltaler Mike Gasser gemietetes Luxus-Wohnmobil, mit dem ein sehnlicher Wunsch des 26-jährigen Kärntners in Erfüllung geht, fertig: Es ist zwölf Meter lang, vier Meter breit, wiegt 15 Tonnen und hat innen eine Wohnfläche von 35 Quadratmetern. Kopfsponsor UNIQA unterstützte Mayer bei der Fertigstellung. Und dieser hat somit künftig im Trubel der Weltcupwochenenden seine kleine Oase der Ruhe und Entspannung. Matthias: "Ich kann mich dort immer zurückziehen. Nach den Trainings, vor Besichtigungen, aber auch zum Essen oder sogar zum Schlafen."

Keine Angst vor Saslong
Aber auch abgesehen von seiner neuen "Wohnung" kehrt er am Mittwoch im ersten Training bestens vorbereitet auf die Saslong zurück. Ohne Angst. "Ich war extra schon im Herbst hier, um das zu verarbeiten. So ein Sturz ist im Kopf drinnen, das spürt man. Aber ich bekomme das mit jeder Fahrt besser in den Griff", versichert er. Den vor Abfahrtsläufen immer nötigen Respekt bringt er deshalb ins Starthaus mit. Mehr aber nicht. "Ich bin nicht nur absolut bereit für diese Woche - ich bin auch voller Motivation!" Die Ergebnisse in den ersten Speedrennen waren schließlich auch für ihn nicht zufriedenstellend. Obwohl Mayer in Anbetracht der Schwere seiner Verletzungen mit den Plätzen 17 und 23 sogar noch für kleine Lichtblicke sorgte.

Peter Frauneder, Kronen Zeitung

Peter Frauneder
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