Ab ins Museum

Holzklasse der 6er-Tram startet zur letzten Runde

Oooooh, schade: Die alten "6er Wagen" der Straßenbahnlinie 6 werden demnächst ausgemustert. Wer also noch einmal echtes 1960er Jahre-Feeling" spüren will, sollte bald eine Runde damit drehen. Und sich an den alten Holzböden und den Holzsitzen erfreuen, bevor es zu spät ist. City4U fuhr zwischen Burggasse und Kaiserebersdorf mit.

Zwischen 1959 und 1962 wurden die Wagons, gebaut in den Wiener Lohner-Werken, in Dienst gestellt. Sie waren damals das Beste vom Besten. Feine Holzböden, körpergerecht geformte Sitze und für die damalige Zeit viel Platz und Komfort. Die Wiener liebten diese Garnituren. Sogar der damalige Bundespräsident Rudolf Kirchschläger benutzte sie, las dort am Weg in die Hofburg Zeitung und wurde dauernd von den Fahrgästen gegrüsst.

Heute sind nur noch elf dieser Wagons im Einsatz - und auch ihre Zeit geht zu Ende. Die letzte, dritte, Tür ganz hinten ist schon seit Jahrzehnten dauerhaft versperrt: das war die so genannte Schaffner-Tür. Auch heute noch sieht man, wo er gesessen ist und die Fahrkarten kontrolliert hat. 27 Sitz - und 52 Stehplätze fasst einer der 14 Meter langen Wagons, aber nur selten ist er voll. Die meisten Benutzer der Linie 6 warten lieber auf neue Garnituren, bei denen man leichter einsteigen kann. Und so werden die alten 6er-Wagons bald nur noch im Wiener Linien-Museum in Erdberg zu bewunderrn sein.

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Harald Zeilinger
Redakteur
Harald Zeilinger
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