Fr, 24. November 2017

Auch 100 Haushalte

12.12.2016 09:28

Abtenau geht mit Schule und Co. endlich online

Manch einer mag es nicht für möglich halten, aber es gibt noch Regionen in Salzburg, die über kein schnelles Internet verfügen. Mit einer Breitband-Offensive wird nun in Abtenau mit Hochgeschwindigkeit ausgebaut: Auch die kleine Volksschule am Radochsberg ist dann endlich richtig online.

"Ich war selbst in der Volksschule und hab mir das angesehen. Wenn man eine Seite im Internet aufruft, kann man inzwischen auf einen Kaffee gehen" scherzt Landesrat Josef Schwaiger. Das "Steinzeit-Internet" ist in Abtenau aber bald Vergangenheit, im Rahmen der Breitbandoffensive des Landes wird die unterversorgte und flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde Salzburgs mit 400 hochleistungsfähigen Internetanschlüssen ausgestattet.

Die Salzburg AG verlegt dort in einem Pilotprojekt Glasfaser- wie Koaxialkabel und errichtet eine LTE-Anbindung: "Die Streusiedlung Radochsberg war zum größten Teil mit nur 2 Mbit/s versorgt, nach dem Anschluss ans Kabelnetz können die Ortsteile Radochsberg Mitte, Schule Schweitzer, Schnitzhofer, Thurnhof, Erlbach und Moos mit 100 Mbit/s und mehr versorgt werden", sagt Salzburg AG-Vorstand Leonhard Schitter. Bis Mitte 2017 wird der Ausbau abgeschlossen sein. Rund 590.000 Euro kostet das Projekt, davon schießt die Gemeinde 75.000 Euro, das Land 50.000 Euro dazu.

Land Salzburg hilft mit
Das Land wird auch dem Lungau unter die Arme greifen und stellt zudem Unterstützung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds in Aussicht: "Seit Beginn des geförderten Breitband-Ausbaus ist noch kein Fördergeld in den Lungau geflossen. Allerdings gibt es im südlichsten Bezirk des Landes nach wie vor bestehende Lücken in der Versorgung mit schnellem Internet. Der Lückenschluss in schwer zu versorgenden Regionen ist für Telekommunikationsanbieter nicht wirtschaftlich, weshalb eine Förderung von bis zu 75 Prozent der Kosten möglich ist. Insgesamt stehen für den Breitbandausbau im Lungau mehr als 680.000 Euro bereit", kündigt Schwaiger an.

MICHAEL PICHLER, Kronen Zeitung/red

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