Mi, 22. November 2017

Trainig abgesagt

12.12.2016 07:39

Ried muss sich Terror in der Türkei beugen!

Früh 1:0 (4.) geführt, bis zum  ungerechtfertigten Zulj-Ausschluss (66.)  verdient ein 1:1 gehalten, am Ende 1:3 verloren Trotzdem  diskutierte Ried gestern weniger über die Pleite  bei Rapid als über die  Terror-Anschläge in Istanbul. Nach denen der Klub  das erst  Donnerstag  gebuchte Winter-Camp in Belek cancelt, obwohl es keinen Plan B gibt...

Persönlich hätte ich zwar auch jetzt noch immer keine Angst - aber das ist jetzt der Mannschaft und den Trainern nicht mehr zumutbar"
Mit diesen Worten verriet  Ried-Sportdirektor Stefan Reiter der "Krone" gestern eine Stunde vorm Anpfiff in Wien, dass er das nach langen Überlegungen und vielen internen Diskussionen erst letzten  Donnerstag  (!) für 25. Jänner bis 3. Februar gebuchte Trainingscamp an der türkischen Riviera in Belek aufgrund der blutigen Terroranschläge in Istanbul wieder canceln wird. Obwohl Ried  derzeit ein Plan B fehlt. Und  nur Hotel und Plätze kostenlos storniert werden können, nicht aber die  für  35 Personen gebuchten Hin- und Rückflüge
Der Rückzieher aber dennoch wohl die einzig richtige Entscheidung war. Schließlich hatte sich ein Großteil der Spieler bzw. Trainer wegen der politischen Lage in der Türkei gegen ein Camp in Belek ausgesprochen gehabt, ehe Reiter in einem  Gespräch mit allen Beteiligten deren Sicherheitsbedenken zerstreuen hatte können und darauf verwies, dass die Qualität im Chaos-Land von Recep Erdoðan die  beste sei.

"Gut, dass abgesagt wird"
Auch wenn auch danach noch bei einigen Skepsis geherrscht hatte, haben wir als Mannschaft entschieden, doch hinzufahren - weil eine möglichst optimale Saisonvorbereitung  das Wichtigste ist ", erklärte Kapitän Thomas Gebauer der "Krone" noch am Freitag. Cheftrainer Christian Benbennek dann aber gestern nach dem Spiel: "Gut, dass abgesagt wird. Zumal die Anschläge bei uns intern  gleich heute in der Früh das erste Thema waren"
Wohin die  Winter-Dienstreise Ried nun  ziehen wird? Darauf gab’s bei Trainer und Sportdirektor gestern nur Schulterzucken. Problem: Dass  der Klub mit der Buchung ziemlich spät dran ist, die besten Ausweichquartiere schon belegt sind, zumal es aufgrund der politischen Situation viele internationale Klubs wie auch   Sturm Graz, Salzburg, Altach, Rapid, WAC, St. Pölten und Mattersburg nicht mehr wie früher in die Türkei zieht. Auch der LASK hatte sich längst für  Spanien entschieden. "Weil die Lage in der Türkei zwar derzeit ruhig ist, aber keiner weiß, wie das in einigen Wochen sein wird", sagte Trainer  Glasner noch am Freitag. Nicht ahnend, dass in der Türkei nur einen Tag später wieder einmal die Terror-Hölle losbrechen würde.Georg Leblhuber

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