Mo, 23. April 2018

Streit über Trennung

08.10.2006 20:06

59-Jähriger sticht sich selbst Messer in die Brust

Was zunächst nach einer gefährlichen Attacke ausgesehen hatte, hat sich am Sonntag als Selbstmordversuch entpuppt: Ein 52-jähriger Pole hatte sich nach einem alkoholschwangeren Streit mit seiner 59-jährigen Lebensgefährtin in Wien-Rudolfsheim ein Messer in die Brust gestochen und sich dabei schwer verletzt. Zunächst war die Frau als Täterin verdächtigt worden.

Bei der Einvernahme im Krankenhaus entlastete der Mann dann seine Lebensgefährtin.

Die beiden hatten sich am Sonntag in seiner Wohnung in der Denglergasse 7 getroffen, um sich auszusprechen. Dabei wurde auch einiges an Alkohol konsumiert, wie ein Oberstleutnant vom Kriminalkommissariat West schilderte.

Zweimal selbst in Brust gestochen
Wie eine Einvernahme des arbeitslosen Mannes, der schwer verletzt im Wiener AKH lag, ergab, wollte sich die Frau von ihm trennen, worauf er - einigermaßen angetrunken - in Depressionen verfallen sei. Die Situation eskalierte schließlich und er stach sich selbst mit einem Küchenmesser zwei Mal in die Brust. Ein Stich blieb an der Oberfläche, bei einem zweiten Hieb stieß sich der Mann in die Lunge. Zwar verletzte er sich schwer, Lebensgefahr bestand aber nicht.

Lebensgefährtin entlastet
Die Lebensgefährtin lief nach dem Zwischenfall in Panik zu einer Nachbarin, wobei sie das blutige Messer in der Hand hielt. Auf Grund der Umstände galt sie daher zunächst als verdächtig. Nach den Aussagen des Verletzten galt sie am Nachmittag jedoch als entlastet.

Symbolbild

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