Mi, 22. November 2017

Skandal im Iran

10.12.2016 13:20

Statt Hinrichtung: Vergewaltiger heiratet Opfer

Um seiner Hinrichtung zu entgehen, wird ein wegen Vergewaltigung verurteilter Iraner sein Opfer heiraten. Wie die Tageszeitung "Iran" in ihrer Samstagsausgabe berichtete, war der 22 Jahre alte Student Wahid voriges Jahr wegen Vergewaltigung der 16-jährigen Nachbarstochter zum Tode verurteilt worden.

Auch im Berufungsgericht rechnete er lediglich mit der Bestätigung des Todesurteils. Doch dann kam die Mutter des Vergewaltigungsopfers mit einem unerwarteten Vorschlag. Wenn Wahid ihre Tochter heiraten, ihr eine Wohnung im Wert von einer halben Milliarde Toman, das entspricht etwa 125.000 Euro, kaufen "und auch immer lieb zu ihr" sein würde, werde sie ihre Anzeige zurücknehmen und damit auch seine Hinrichtung verhindern, sagte die Mutter.

Wahid brach darauf in Tränen aus und nahm, wie der Richter auch, den Vorschlag sofort an. Dem Richter gegenüber musste er nur unter Eid versichern, dass er den Vorschlag nicht angenommen habe, nur um der Hinrichtung zu entgehen.

Hochzeit statt Hinrichtung
Wahid versprach im Gericht, das Mädchen zu lieben und stets ein guter Ehemann zu sein. Er muss zwar wegen der Tat noch zwei Jahre im Gefängnis bleiben, darf aber für die Hochzeit Hafturlaub beantragen, so der Bericht. Die Überschrift lautet: "Hochzeit statt Hinrichtung".

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden