Do, 22. Februar 2018

An Fondsgesellschaft

09.12.2016 19:02

Verkauf von 1143 Buwog-Wohnungen ist nun fix

Der "Buwog"-Deal in Tirol ist über die Bühne: 1143 Wohnungen, davon 750 in Innsbruck, gehen an eine Fondsgesellschaft aus Luxemburg. Für die Mieter in den Wohnungen soll sich nichts ändern, betonen die Investoren.

"Tirol verkommt zur Spielwiese für Immobilienspekulanten!", kritisierte AK-Präsident Erwin Zangerl den Verkauf der Buwog-Wohnungen an eine Fondsgesellschaft. Der Innsbrucker Gemeinderat war sich ausnahmsweise einig, dass es verwerflich sei, "wenn öffentliches Gut einer Heuschreckenfirma zum Fraß vorgeworden wird. Diesen Namen verdienen wir nicht", sagten gestern Karl-Erbo Kageneck, Wolfgang Crailsheim und Thomas Probst als Vertreter der Fondsgesellschaft "Jargonnant Partners", die 1999 in der Schweiz gegründet wurde und das Geld zentraleuropäischer Industriellenfamilien investiert - in Summe rund eine halbe Milliarde Euro. In Berlin beispielsweise besitzt die Gesellschaft 8000 Wohnungen. Nun kommen weitere 1146 in Tirol dazu: Kaufpreis: Rund 120 Millionen Euro.

"Tirol hebt sich von anderen Ländern ab"

Ausschlaggebend für das Engagement seien in fachlichen Studien bescheinigte "stabile Verhältnisse" sowie "Wasser, Berge, Landschaft - das hebt Tirol von anderen Ländern ab."

Für die Mieter in den Buwog-Wohnungen ändert sich nichts, betonten die Investoren: "Es wird keine Schlechterleistung geben." Man arbeite mit lokalen Kooperationspartnern zusammen. "Der Verkauf ist eine rein strategische Entscheidung", betonte Buwog-Vorstand Herwig Teufelsdorfer. "Wir fokussieren uns auf Wien, Berlin, Hamburg."

Das Geschäftsmodell

Das Gesamtpaket besteht aus 1146 Wohnungen aus den Jahren 1940 bis 1990. Ein Großteil davon ist gemeinnützig vermietet. Diese Wohnungen werden nun gehalten, den Mietern zum Kauf angeboten oder am freien Markt verwertet, sobald sie leer stehen. 2500 Euro pro m2 zahlten die Investoren im Schnitt. Wenn die Wertsteigerung so weitergeht wie bisher, wird eine satte Rendite eingefahren!

Philipp Neuner
Philipp Neuner
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden