Fr, 24. November 2017

Klinikum Wels

09.12.2016 18:26

TBC-Skandal bleibt ohne Folgen!

Keine Konsequenzen hat offenbar das Verhalten des Klinikum Wels im aktuellen TBC-Skandal: Wie berichtet, lag ein 84-Jähriger vier Tage lang mit der ansteckenden Lungenkrankheit in einem Vierbettzimmer. Nun müssen 50 Personen untersucht werden, doch bislang wurden keine Ermittlungen eingeleitet.

Im Krankenhaus selbst ist man sich freilich keiner Schuld bewusst, man hätte den Patienten nach der Diagnose raschestmöglich verlegt und die TBC-Erkrankung gemeldet. Die Vorwürfe der Zimmergenossen des 84-Jährigen, der mittlerweile gestorben ist, werden offenbar nicht nachverfolgt. Weder in der Sanitätsabteilung des Magistrats in Wels, noch in der Landessanitätsdirektion in Linz weiß man von Ermittlungen. Ob alle Schritte in der Klinik auch vorschriftsmäßig und rechtzeitig erfolgten, bleibt also unklar - und der TBC-Skandal deshalb ohne Folgen rechtlicher Natur...

"TBC ist an und für sich gut behandelbar"
Gesundheitliche Folgen sind freilich noch lange nicht ausgeschlossen: Etwa 50 Personen, die Kontakt mit dem ansteckenden Kranken hatten, müssen sich nun insgesamt dreimal untersuchen lassen. Erst nach dem dritten Röntgen in einem halben Jahr können die Ärzte sicher sagen, ob sich jemand mit der Tuberkulose angesteckt hat.
Eine Krankheit, die vor allem ältere und immungeschwächte Menschen befällt, wie Eva Magnet von der Landessanitätsdirektion erklärt: "TBC ist an und für sich gut behandelbar. Allerdings sterben dennoch zehn Prozent der Patienten - meist sind das jene, bei denen die Krankheit zu Lebzeiten gar nicht erst entdeckt worden war. Die Symptome sind unspezifisch."

Jasmin Gaderer
Jasmin Gaderer
Markus Schütz
Markus Schütz
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