Fr, 15. Dezember 2017

Drama in Pakistan

07.12.2016 16:31

Zwei Österreicher bei Flugzeugabsturz getötet

Ein Flugzeug mit 48 Menschen an Bord ist am Mittwoch in Pakistan abgestürzt. Die Maschine der Pakistan International Airlines (PIA) sei von Chitral im Norden des Landes in die Hauptstadt Islamabad unterwegs gewesen, teilte die Luftfahrtbehörde mit. Sie sei in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Nordwesten verunglückt. Die Absturzursache ist noch nicht klar, der Pilot hatte allerdings kurz zuvor über "mechanische Probleme" geklagt. Unter den Opfern sind auch zwei Österreicher.

Unter den 42 Passagieren (31 Männer, neun Frauen und zwei Kleinkinder), fünf Besatzungsmitgliedern sowie einem Techniker an Bord der Maschine waren auch zwei Österreicher - Herwig E. und Dr. Harald K. Die beiden Männer waren als leitende Angesellte für ein Wasserkraftprojekt im Auftrag der Firma Andritz mit Sitz in Graz bzw. der Tochterfirma Andritz Hydro mit Sitz in Wien in Pakistan tätig, bestätigte ein Sprecher des Großkonzerns am Mittwochnachmittag gegenüber der "Krone".

"Wir sind alle zutiefst betroffen", hielt Unternehmenssprecher Michael Buchbauer gegenüber der APA fest. Man werde "sofort Kontakt mit den Familien aufnehmen und alles tun, um die Familien in dieser schweren Zeit bestmöglich zu unterstützen". "Ich kann das jetzt leider bestätigen", sagte Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums in Wien, auf Anfrage. Die Angehörigen seien mittlerweile verständigt.

Kontakt zu Maschine kurz vor Landung abgerissen
Ein Sprecher der pakistanischen Zivilluftfahrtbehörde bestätigte den Absturz der Turboprop-Maschine des Typs ATR-42. In einer Mitteilung der Fluglinie hieß es zunächst nur, man habe Minuten vor der geplanten Landung in Islamabad den Kontakt zu der Maschine verloren. "Wir haben alle Ressourcen mobilisiert, um das Flugzeug zu finden", schrieb PIA auf Twitter.

"Wir bedauern zutiefst, mitzuteilen, dass ein PIA-Flugzeug des Typs ATR-42 um 16.42 Uhr Ortszeit in der Nähe von Havelian abgestürzt ist", schrieb Airline-Sprecher Danyal Gilani auf Twitter. Die zehn Jahre alte Propeller-Maschine war in Chitral, einem Touristenort in der Nähe der Grenze zu Afghanistan, gestartet und auf dem Weg in die Hauptstadt Islamabad gewesen. Laut Gilani stürzte sie 75 Kilometer nördlich von Islamabad in der Nähe des Dorfes Saddha Batolini ab. Die Armee habe Soldaten und Hubschrauber mobilisiert, teilte ein Sprecher mit. Über die Unfallursache ist noch nichts bekannt.

Das Flugzeug sei in der Nähe der Stadt Havelian abgestürzt, berichtete ein Vertreter der Luftfahrtbehörde. "Einwohner haben uns berichtet, dass das Flugzeug abgestürzt und in Flammen aufgegangen ist", sagte Saeed Wazir von der örtlichen Polizei. Augenzeugen zufolge soll die ATR-42 schon in der Luft gebrannt haben.

Das letzte schwere Flugzeugunglück ereignete sich in Pakistan im Jahr 2010: Ein Airbus 321 der privaten Fluglinie Airblue stürzte auf dem Weg von Karachi nach Islamabad kurz vor der geplanten Landung ab. Dabei starben alle 152 Menschen an Bord.

 krone.at
Redaktion
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