Do, 23. November 2017

„Kein Vakuum“

06.12.2016 18:04

Olympia: Doskozil verlängert Projekt-Rio-Maßnahmen

Mit den Olympischen Spielen bzw. den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro ist in diesem Sommer auch das "Projekt Rio" zu Ende gegangen. Wie das Sportministerium am Dienstag bekannt gab, werden die Strukturen aber vorerst beibehalten und bekommen mit "Projekt Olympia" einen neuen Namen. Die von Minister Hans Peter Doskozil angekündigte neue, zentrale Förderinstanz steckt in der Pipeline fest.

"Wir wollen nach den Olympischen Spielen kein Vakuum entstehen lassen und damit bei den Verbänden und ihren Athletinnen und Athleten in den nächsten Monaten für Planungssicherheit sorgen", so Doskozil. Zur auf sich warten lassenden Reform sagte der Sportminister: "Der Gesetzesentwurf ist soweit fertig und wird den Verantwortlichen der Dach- und Fachverbände sowie den Spitzenfunktionären der zentralen Organisationen im Sport am 19. Dezember 2016 vorgestellt und mit ihnen diskutiert."

Im "Projekt Rio" wurde während der Olympiade eine zusätzliche Förderung von fünf Millionen Euro pro Jahr für Spitzensportler in olympischen und paralympischen Sommersportarten bereitgestellt. Als förderungswürdig wurden Sportler mit herausragenden internationalen Erfolgen, hohem sportlichen Entwicklungspotenzial und Medaillenchancen eingestuft. Diese Förderungskriterien bleiben unverändert.

Mit der Reform der Spitzensportförderung soll unter anderem eine Vereinfachung und Vereinheitlichung des Förderwesens erreicht werden. Die finanziellen Mittel aus dem Bundes-Sportförderfonds, Projekt Rio oder Team Rot-Weiß-Rot werden künftig zentral von Experten in einer neuen Organisationsform vergeben werden, was eine Steigerung der Effizienz und Optimierung nach dem Leistungsprinzip bringen soll.

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