Di, 21. November 2017

Werner Franz:

06.12.2016 07:25

„Wer Wunder erwartete, muss enttäuscht sein!“

Nach der fünftgrößten Abfahrtspleite der 50-jährigen Weltcupgeschichte brummt den Speed-Herren noch der Kopf - in den der neue Co-Trainer Werner Franz mit motivierenden Worten vordringen will. Der 44-Jährige wusste, worauf er sich im Sommer einließ: "Ich bin kein Zauberer, aber bis Jänner haben wir ein anderes Level."

Aber der Svindal ist ja auch nach einer schweren Verletzung sofort …" Spätestens da fällt Franz den Kritikern ins Wort. "Weil die Stürze und ihre Folgen nicht vergleichbar sind." Der Norweger raste nach der Knieverletzung zuletzt auf Anhieb in die Weltspitze - "aber bei einem Matthias Mayer ist es darum gegangen, ob er gelähmt ist. Rückenverletzungen sind für den Kopf viel schwieriger zu verarbeiten."

Dazu sei Svindals Crash eine Folge der Piste in Kitzbühel gewesen, bei Mayer hingegen war es ein Fahrfehler in Gröden. Während der Kärntner die rekonvaleszenten Fahrer wie auch Hannes Reichelt - ebenfalls am Rücken operiert - in Schutz nimmt, gibt’s zu anderen klare Worte: "Ein Baumann oder Kröll haben enttäuscht - aber auch ich bin kein Zauberer. Wer sich nach den letzten harten zwei, drei Jahren jetzt Wunder erwartete, muss enttäuscht sein." Dazu kommt, dass Max Franz nach seinem Streif-Sturz im Sommer zu früh zu viel wollte, Vincent Kriechmayr in Val d’Isère auf zu aggressives Material zurückgriff.

Nummern als Nachteil
Ab Dienstag wird drei Tage in Zauchensee trainiert - was die Form verbessern, aber ein anderes Problem vorerst nicht lösen kann: jenes der Startnummern. Weil Reichelt als Zehnter der Weltrangliste wegen der neuen Regelung im Rennen derzeit fix die Nr. 19 bekommt, der ÖSV-Rest auf Losglück hoffen muss. "Aber irgendwann kommen auch Verhältnisse, bei denen höhere Nummern ein Vorteil sind", so Franz. Was in Frankreich definitiv nicht der Fall war.

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