Di, 20. Februar 2018

Höchstspannung

05.12.2016 15:53

Betreiber legt Pläne für Stromautobahn auf Eis

Der 380-kV-Hochspannungsring wird in Südösterreich - vorerst - nicht geschlossen! Obwohl Millionen in den Ausbau der E-Infrastruktur fließen und die EU das Projekt forciert, hat man sich von den Plänen für eine neue Trasse in Südösterreich verabschiedet. Der Netzbetreiber sieht plötzlich keinen Bedarf mehr.

Der Übertragungsnetz-Betreiber Austrian Power Grid (APG) will mit dem 380-kV-Ring die Strom-Einspeiszentren im Osten (Windkraft) mit den Pumpspeicherkraftwerken im Westen verbinden. Dadurch soll die Versorgungssicherheit garantiert werden.

Jetzt sind zumindest Teile des Projektes auf Eis gelegt: Während in Salzburg seit sieben Jahren (!) um eine neue Trasse gestritten wird, hat man sich im Süden vorerst vom Projekt verabschiedet. "Für die nächsten Jahre besteht kein Bedarf, es gibt derzeit keine konkreten Planungen", bestätigt APG- Sprecher Markus Pederiva.

Die Absage kommt für Leitungsgegner überraschend. Denn die Mega-Stromleitung sollte nach Netzentwicklungsplan bereits 2024 in Betrieb gehen - derzeit werden 38 Millionen Euro in die vorläufige Endstation des 380-kV-Netzes  Obersielach (Völkermarkt)  investiert. Auch die EU hat dem Vorhaben in Kärnten höchste Priorität zuerkannt.

Wie es aus gut informierten Kreisen heißt, wird ein Trassen-Neubau generell in Frage gestellt. Derzeit werde eine technische Aufrüstung der 220-kV-Leitung geprüft.

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