Mi, 17. Jänner 2018

06.10.2006 17:28

Ilisu-Staudamm nicht nur negativ!

Das freie Wort

Ich lese seit einiger Zeit in Ihrer Zeitung negative Leserbriefe bezüglich des Wasserkraftwerks Ilisu, das in der Türkei gebaut werden soll. Ich habe festgestellt, dass diese Briefe, beeinflusst von bestimmten Kreisen, entweder unzulängliche oder falsche Informationen beinhalten. Im Ilisu-Staudamm, der mit dem Zweck, Energie zu produzieren, gebaut wird, kann bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Wasser gespeichert werden. So können auch die je nach Jahreszeit unregelmäßigen Wassermengen des Tigris (Dicle) reguliert werden. Mit dieser Regulierung werden sowohl in Syrien als auch im Irak mögliche Überschwemmungen verhindert. Außerdem würde der regulierte Wasserfluss den Staudämmen im Irak zugutekommen. Mit Hilfe des Ilisu-Projektes wird eine Fläche von 121 ha Ackerland mit modernen Methoden bewässert. Das wird wiederum in dieser Region während und nach dem Bau des Kraftwerks viele Arbeitsplätze schaffen.

Das Projekt kostet über eine Milliarde Euro. Außerdem wurden 25 Millionen Euro diesem Finanzpaket hinzugefügt, um die historischen Bauten und Kulturgüter in Hasankeyf zu schützen und zu retten. Somit wird der Gesamtkredit 1,2 Milliarden betragen.

Die Türkei kann dieses Projekt auch mit eigenen Mitteln realisieren. Sowohl die türkische "Nurol Insaat GmbH", die an diesem Konsortium beteiligt ist, als auch andere Baufirmen in der Türkei verfügen über das technische Wissen und Können, das für den ganzen Bau des Staudammes vom Spatenstich bis zur Fertigstellung der Tribünen notwendig ist. Die Verwirklichung dieses Projektes wird viel mehr Vorteile bringen als Nachteile. Die ganze Region wird einen Aufschwung erleben, und die Menschen werden in ihre Dörfer zurückkehren können.



Dipl.-Ing. Erol Güclü, Wien
erschienen am Sa, 7.10. 

Ein "Krone"-Team steht kurz vor der Abreise in die Türkei, um objektiv zu berichten. 

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