Di, 16. Jänner 2018

"Krone"-Service

07.10.2006 19:46

Der ArzneiOmbudsman hilft auch dir!

Du hast Probleme mit dem Erhalt von Arzneimitteln? Der Chefarzt hat ein Medikament abgelehnt, aber dein Arzt meint, es wäre das Beste für dich? Die Krankenkasse hat die Kosten für ein Medizinprodukt abgelehnt, das du aber dringend brauchst? Oder du hast jahrelang ein Medikament bekommen, das gut geholfen hat, und du bekommst es nun nicht mehr? Bei all diesen Problemen kannst du dich an den ArzneiOmbusdman wenden.

Dr.Helmut Zilk wird neben seinen bisherigen Aufgaben in der Krone diese Funktion übernehmen. Unterstützt wird er dabei von Dr. Wolfgang Exel, dem Leiter der „Krone Gesund“ und seinem Team. Der ArzneiOmbudsman wird den Patientinnen und Patienten helfen, im Falle einer Krankheit auch wirklich die medizinisch notwendigen und wirtschaftlich vertretbaren Medikamente und Medizinprodukte zu bekommen. 

ArzneiOmbudsman – brauchen wir das wirklich?
Manchmal leider ja. Österreich hat ein unbestritten gutes Gesundheitssystem. In den meisten Fällen erhalten die Versicherten die Medikamente, die sie benötigen bzw. die, von denen sie und ihr Arzt finden, dass sie für diesen Fall am besten geeignet sind.

Bürokratische Hürden überwinden
Manchmal verhindern Vorschriften oder bürokratische Hürden, dass das gewünschte Medikament oder Medizinprodukt auf Kassenkosten verordnet werden kann. Dann bleibt nur das Ausweichen auf ein anderes Medikament oder eben selbst die Kosten dafür zu tragen. Unser Gesundheitssystem ist im Vergleich zu anderen Ländern ein sehr gutes. In den vergangenen Jahren haben sich aber in der sozialen Krankenversicherung Finanzlücken aufgetan.

Gleichzeitig wird die Medizin immer besser – und auch immer teurer: Neue Untersuchungsmethoden mit Computern und viel Elektronik, die rasche Gewissheit über eine Krankheit bringen, neue Operationstechniken und neue Medikamente.

Der Fortschritt in der Medizin ist rasant, bringt aber auch steigende Kosten. In dieser Schere versucht unser Gesundheitswesen, die besten Lösungen zu finden und hat beispielsweise im Vorjahr den „Erstattungskodex“ eingeführt. Jedes in Österreich auf Kassenkosten verschreibbare Medikament ist in diesem Verzeichnis, kurz „EKO“ genannt, aufgelistet. Alle Kassenärzte müssen sich daran orientieren. Der EKO regelt genau, wann der Arzt welches Medikament verschreiben darf und ob der Chefarzt dafür zusätzlich seine Genehmigung geben muss. Von über 100 Millionen Packungen sind nur rund eine Million Packungen genehmigungspflichtig. Diese Bewilligung ist für manche teure Medikamente notwendig.

Und hier spießt es sich eben manchmal. Denn die Vorschriften und Verzeichnisse sind das eine, das einzelne persönliche Schicksal das andere. Der verschreibende Arzt kennt seine Patienten und ihre Vorgeschichte.

Chefärzte wollen nichts Böses…
Der Chefarzt in der Kasse will sicher auch das Beste, er hat aber oft zu wenige Informationen. Außerdem haben auch Chefärzte bisweilen eigene Erfahrungen und Einschätzungen. So kann es schon vorkommen, dass ein Chefarzt in einem bestimmten Fall ein Medikament genehmigt, ein anderer aber nicht. Immer dann, wenn ein Medikament oder Medizinprodukt, das Ihr Arzt verschrieben hat, vom Chefarzt abgelehnt wird, können Patientinnen und Patienten jetzt an den ArzneiOmbudsman der „Krone“ schreiben. Er wird sich jeden Fall anschauen, die Betroffenen über ihre Rechte in dieser Situation informieren – dafür wird es eine eigene Broschüre geben - und zu vermitteln versuchen. Arznei- Ombudsman Dr. Helmut Zilk: „Wir wollen alle Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, Medikamente und Medizinprodukte zu bekommen, die notwendig sind, um Krankheiten nach dem heutigen Stand des ärztlichen Wissens bestmöglich zu behandeln. In den meisten Fällen geschieht das, aber eben nicht in allen.“

Gemeinsam die beste Lösung finden
Der ArzneiOmbudsman wird auf unbürokratische Weise dafür sorgen, dass Chefärzte und Kassen dann nochmals prüfen. Gemeinsam wird man sich um eine optimale Lösung im Sinne der Versicherten bemühen. Denn „Fall“ steht ja immer für ein persönliches Schicksal, mit Leid und auch mit Kosten für die versicherten Personen und ihre Familien verbunden. Dr. med. Wolfgang Exel, als Leiter der samstäglichen „Krone Gesund“ für diese Aktion an der Seite von Dr. Helmut Zilk: „Härtefälle erfordern mitunter aufgrund besonde rer Umstände eben eine von den Regeln abweichende Lösung.“

Wir haben alle Partner an Bord!
Der ArzneiOmbudsman wird direkt und unbürokratisch arbeiten können, weil alle „Großen“ unseres Gesundheitssystems bei dieser Aktion als Partner mitzumachen bereit waren. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, die Dachorganisation aller gesetzlichen Krankenversicherungen in Österreich, ist genau so dabei wie die Pharmig, der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs.

So kann der ArzneiOmbudsman im Namen der Patienten dort jederzeit anklopfen und um Aufklärung und Unterstützung ersuchen. Die Chancen stehen gut, damit allfällige Probleme einvernehmlich bereinigen zu können. Weiters mit dabei: Die Österreichische Ärztekammer, die Österreichische Apothekerkammer, die Arge Pharmazeutika, die Austromed-Vereinigung der Medizinprodukte-Unternehmen, Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger und stellvertretend für die Selbsthilfegruppen Mag. Monika Maier, Sprecherin der Arge Selbsthilfe Österreich.

Die „Krone“ wird regelmäßig über die Anliegen und Probleme der Patientinnen und Patienten berichten, am liebsten natürlich über die erfolgreiche Lösung eines Falles.

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