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03.12.2016 11:50

Van der Bellens Appell: "Vernunft statt Extreme"

Alexander Van der Bellen hat sich am Samstag per Videobotschaft an die Österreicherinnen und Österreicher gewendet. Er appelliert: "Lassen wir gemeinsam Vernunft statt Extreme unsere Entscheidungen leiten." Außerdem bat er um das Vertrauen der Wähler und warb ein letztes Mal um Stimmen. Für einen erneuten Sieg bräuchte Van der Bellen laut einer ARGE-Schätzung diesmal etwas mehr Urnenstimmen, denn durch den Rückgang der Briefwähler wäre FPÖ-Kandidat Norbert Hofer mit dem Mai-Urnen-Ergebnis ganz knapp Erster.

"Lassen Sie uns gemeinsam darauf schauen, dass es mit Österreich gut weitergeht. Lassen Sie mich Ihr Präsident der Mitte sein. Ich bitte Sie an diesem Wahlsonntag um Ihre Stimme und Ihr Vertrauen", so der Präsidentschaftskandidat am Samstag in einem Video, das auf Facebook veröffentlicht wurde. Am Freitagabend hatte Van der Bellen seinen Wahlkampf offiziell beendet.

Video: "Lassen Sie mich Ihr Präsident der Mitte sein"

Van der Bellen bräuchte mehr Urnenstimmen für Sieg
Um erneut Erster zu werden, braucht Van der Bellen diesmal ein etwas besseres Ergebnis bei den Urnenwählern. Denn mit seinen 51,93 Prozent bei den Urnenwählern im Mai läge diesmal insgesamt Norbert Hofer ganz knapp vorne, ergibt eine Briefwahl-Schätzung der ARGE Wahlen. Für die Wiederholung der Stichwahl wurden um 20 Prozent weniger Wahlkarten ausgestellt als für die aufgehobene Wahl am 22. Mai. Damals war im am Sonntagabend verkündeten Urnenwahl-Ergebnis Hofer mit 51,93 Prozent Erster, nach Auszählung der Briefwahl am Montag aber Van der Bellen mit 50,35 Prozent.

Diesmal wird es jedoch weniger Briefwähler geben - nicht mehr 740.000, sondern rund 592.000, schätzt ARGE Wahlen. Verteilen sich ihre Stimmen ähnlich wie im Mai, würden - so die Simulation - 226.490 auf Hofer und 365.510 auf Van der Bellen entfallen. Mit dem Mai-Urnenwahlergebnis hätte Hofer dann in Summe 2,164.242 Stimmen und 50,05 Prozent, Van der Bellen aber nur 2,160.310 Stimmen.

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