Fr, 24. November 2017

Große Trauer

03.12.2016 09:08

Kolumbianer erwiesen Absturzopfern die letzte Ehre

Hunderte Menschen haben in Kolumbien den Opfern des Flugzeugabsturzes, bei dem am Montagabend 71 Menschen getötet wurden, die letzte Ehre erwiesen. Die Särge mit den Todesopfern wurden am Freitag zum Flughafen von Rionegro im Nordwesten des Landes gebracht. Entlang der Straße zum Flughafen standen viele Menschen mit Blumen, weißen Luftballons und oft auch der kolumbianischen Flagge.

Von Rionegro aus wurden die Todesopfer in verschiedenen Flügen in ihre jeweilige Heimat überführt, die meisten von ihnen nach Brasilien. An Bord der Unglücksmaschine hatte sich unter anderem fast die gesamte Mannschaft des brasilianischen Fußball-Erstligisten Chapecoense befunden. "Wir wollen jetzt vor allem unsere Freunde und unsere Brüder mit nach Hause nehmen", sagte Roberto Di Marche, der Cousin eines der getöteten Spieler. "Das Warten war das Allerschlimmste."

In der Klub-Heimatstadt Chapeco im Süden Brasiliens soll am Samstag eine Gedenkfeier für die Todesopfer stattfinden. Zu ihr werden rund 100.000 Menschen erwartet - die Hälfte der Einwohner.

Absturzursache weiter unklar
Die Ursache für das Unglück ist noch immer unklar. Die Chartermaschine vom Typ British Aerospace 146 war mit 77 Menschen an Bord in den Bergen im Nordwesten Kolumbiens abgestürzt. Als wahrscheinlichste Ursache gilt derzeit Treibstoffmangel. Kolumbianische Medien veröffentlichten den Mitschnitt eines Funkspruchs, mit dem der Pilot der Unglücksmaschine den Kontrollturm am Flughafen alarmierte: "Flug LaMia 2933 hat Totalversagen, totales elektronisches Versagen, kein Treibstoff", sagt Pilot Miguel Quiroga den Berichten zufolge kurz vor dem Absturz.

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