Do, 23. November 2017

Leiche auf Gleisen

02.12.2016 19:13

Todesrätsel um 19-jährigen Wiener in Ungarn

Dramatische Wende im Fall eines im August in Ungarn verstorbenen Wieners. Der 19-Jährige war tot auf Bahngleisen entdeckt worden, die örtlichen Behörden schlossen schnell auf Selbstmord. Die Familie des Opfers beharrte jedoch auf weitere Ermittlungen. Ein österreichischer Obduktionsbericht ergab nun, dass der junge Mann vor seinem Tod mit K.-o.-Tropfen betäubt worden war.

Die Leiche des 19-jährigen Vladyslav Shyshko war am 10. August auf Bahngleisen in Siofok gefunden worden. Die Behörden gingen von Selbstmord aus, was die Mutter des Burschen aber nicht hinnehmen wollte.

19-Jähriger starb an Schädelfraktur
Ein österreichischer Obduktionsbericht ergab laut Anwalt Thomas Nirk nun, dass der 19-Jährige zuvor wohl mit K.-o.-Tropfen betäubt wurde und an einer Schädelfraktur gestorben ist. Erst danach dürfte er auf das Bahngleis gelegt worden sein, wo er von einem Zug überrollt wurde. Shyshko habe sich auch in einer Diskothek aufgehalten, die rund fünf Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt ist.

Familie und Freunde, die nie an einen Selbstmord glaubten, suchen schon seit Monaten verzweifelt nach Zeugen, die bei der Aufklärung des schrecklichen Falls behilflich sein könnten. Der Anwalt der Familie hat nun eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien eingebracht. Diese entscheidet, ob Ermittlungen wegen eines etwaigen Mordverdachts aufgenommen werden. "Es wird überprüft", sagte Sprecherin Nina Bussek.

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