Sa, 21. Oktober 2017

Doskozil in Albanien

02.12.2016 19:14

Österreich rüstet sich für Türkei-Grenzöffnung

Im Zeichen möglicher neuer Balkan-Fluchtrouten bei einem Aus des EU-Türkei-Paktes ist der Besuch von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) in Albanien am Donnerstag und Freitag gestanden. "Niemand wird mit einem Flüchtlingsstrom, wie wir ihn im Vorjahr hatten, alleine fertig", sagte Doskozil. Es dürfe aber nicht wieder so weit kommen, und da von der EU in dieser Frage "wenig" komme, müssten die möglicherweise betroffenen Länder gemeinsam Überlegungen anstellen und Maßnahmen zur Grenzsicherung ergreifen.

"Wir wollen Albanien hier einbinden" - auch wenn das Land bisher von massiven Flüchtlings- und Migrationsbewegungen "nicht so betroffen" gewesen sei, sagte Doskozil.

Alternative Route über Albanien nach Italien
Bei einem Ende des Flüchtlings-Deals der EU mit der Türkei könnten dem Verteidigungsminister zufolge Flüchtlinge den Weg von Griechenland über Albanien und dann über die Adria nach Italien nehmen. Diese Route sei "aufwendiger" als der reine Landweg über Mazedonien und Serbien, räumte Doskozil ein, Schlepper könnten sie dann aber verstärkt nutzen.

Der Verteidigungsminister traf in Albanien unter anderem mit seiner Amtskollegin Mimi Kodheli, Außenminister Ditmir Bushati und Staatspräsident Bujar Nishani zusammen. Mit Kodheli vereinbarte Doskozil einen Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit im militärischen Bereich. So soll Österreich die Ausbildung albanischer Gebirgsjäger unterstützen.

Österreich unterstützt EU-Annäherung
Albanien ist seit 2009 bei der NATO, seit 2014 ist das Land, das unter kommunistischer Herrschaft jahrzehntelang vom Rest Europas isoliert war, EU-Beitrittskandidat. Österreich unterstützt die EU-Annäherung Albaniens.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).