Sa, 18. November 2017

Um 136 Mio. Euro

02.12.2016 14:25

Titanic: China beginnt originalgetreuen Nachbau

Mehr als 1500 Menschen starben beim Untergang des Kreuzfahrtschiffs Titanic am 14. April 1912 - und die Tragödie übt bis zum heutigen Tag eine unglaubliche Faszination aus. In China will man den Ozeanriesen wieder zum Leben erwecken. Am Mittwoch erfolgte der Startschuss der Bauarbeiten eines originalgetreuen Nachbaus. Kosten: 136 Millionen Euro.

Der Start des historischen Nachbaus wurde am Mittwoch mit einer großen Zeremonie im Südwesten der chinesischen Provinz Sichuan, im beschaulichen Kreis Daying, gefeiert.

Fertigstellung Ende 2018 geplant
Für ihr Großprojekt haben sich die Chinesen internationale Investoren und Berater mit ins Boot geholt, berichtet "China Daily" am Freitag. So nahmen an den Feierlichkeiten auch einige US-Designer und der frühere Kommunikationschef des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair, Peter Mandelson, teil. "Das ist ein großartiges Projekt", wurde der Brite in der Tageszeitung "China Daily" zitiert. Der Nachbau solle bis Ende 2018 fertiggestellt werden, sagte Liu Hua, die Managerin des Romandisea Resorts in Daying.

Nachbau soll nicht auf große Reise gehen
Das Schiff werde aber nicht auf große Ozeanreise gehen, sondern Hunderte Kilometer von der Küste entfernt in ruhigen Gewässern in Südwestchina ankern. "Wir werden nicht auf See kreuzen, sondern das Schiff wird in dem Reservoir als Attraktion des Parks liegen", sagte Liu Hua. Teile werden in Wuhan und Nantong gebaut und per Zug, Lastwagen oder Schiff nach Sichuan gebracht, wo das 269 Meter lange Schiff an Ort und Stelle zusammengebaut werden soll.

Video: 3D-Animation des Nachbaus

Das Bauvorhaben ist nicht der erste Versuch, mit einer Kopie der Titanic in China für Aufmerksamkeit zu sorgen. Bereits der australische Milliardär Clive Palmer hatte im Jahr 2013 eine ähnliche Idee, doch die Konstruktionsarbeiten sollen ins Stocken geraten sein. Wie CNN unter Berufung auf australische Medien berichtet, habe das ausführende Unternehmen die Montage eingestellt.

Bei dem Schiffsunglück vor mehr als 100 Jahren rammte die Titanic einen Eisberg und sank in den Fluten des Nordatlantiks. Mehr als zwei Drittel der 2224 Passagiere kamen dabei ums Leben, vor allem, weil es an Rettungsbooten gemangelt hatte.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden