Mi, 22. November 2017

Stauchaos befürchtet

02.12.2016 13:35

Anti-Hofer-Demo: Wann Sie Wien meiden sollten

Nach der Asyl-Demo am vergangenen Wochenende wird auch der zweite Einkaufssamstag in Wien alles andere als besinnlich. Wie berichtet, ziehen linke Aktivisten bei einer Kundgebung gegen den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer unter dem Titel "F*ck Hofer - Refugees Welcome" durch die Innenstadt, legen den Ring lahm und marschieren durch die Josefstadt zur FPÖ-Zentrale beim Rathaus. Ein Verkehrschaos wird befürchtet.

Wer am Samstag mit dem eigenen Auto in Wien unterwegs sein möchte, sollte diesen Plan überdenken. Der an einem Adventsamstag ohnehin traditionell starke Verkehr mit abschnittsweisem Stillstand wird am Nachmittag durch die Anti-Hofer-Demo zusätzlich massiv behindert.

Die Route der Anti-Hofer-Demo: Museumsquartier (Treffpunkt der Demonstranten um 14 Uhr, Abmarsch um 14.30 Uhr beim Platz der Menschenrechte) - Mariahilfer Straße - Museumsplatz - Museumstraße - Lerchenfelder Straße - Strozzigasse - Josefstädter Straße - Fuhrmannsgasse - Florianigasse - Landesgerichtsstraße - Friedrich-Schmidt-Platz. Ende: circa 17 Uhr.

Staupunkte:

  • Mariahilfer Straße (Burggasse, Neustiftgasse, Gumpendorfer Straße)
  • Straßenbahnlinie 2 rund um Karls- und Schwarzenbergplatz
  • Ring
  • Lerchenfelder Straße
  • Josefstädter Straße
  • Alser Straße

Straßenbahnlinie 2 zeitweise gesperrt
Im Zuge dessen treten laut ÖAMTC folgende Verkehrsmaßnahmen in Kraft: Ab 14.30 Uhr wird es mehrfach zu kurzfristigen Sperren der Straßenbahnlinie 2 (Verbindung Votivkirche - Donaukanal) zwischen dem Getreidemarkt und der Alser Straße kommen. Zeitweise werden auch Lerchenfelder und Josefstädter Straße nicht befahrbar sein. Ausweichen können Autofahrer über den Ring. In weiterer Folge werden auch die Lerchenfelder Straße und die Josefstädter Straße nicht befahrbar sein, dann wird erneut die Linie 2 zwischen Alser Straße und Josefstädter Straße gesperrt.

Zudem belasten die für die Demo nötigen Polizeiabsperrungen und die zusätzlichen Menschenmassen die Verkehrslage, die erfahrungsgemäß an den Einkaufssamstagen ohnehin kritisch ist. Fakt ist, dass in Wien auch am zweiten Einkaufssamstag ein Verkehrschaos zu erwarten ist. Erst am vergangenen Wochenende hatte eine Pro-Asyl-Demo für ein Verkehrschaos mitten im Weihnachtsshopping gesorgt. Der Ärger der Passanten war dementsprechend groß.

Video: Demo-Chaos auf Shoppingmeile

Antifa: "Deutschnationaler Präsident Verhöhnung der KZ-Opfer"
Wie berichtet, wollen ultralinke Aktivisten am Tag vor der Hofburg-Wahl durch die Innenstadt ziehen. Die Antifa-Veranstalter sprechen sich auf Facebook gegen Hofer als Bundespräsidenten aus. "Ein Deutschnationaler als Präsident ist eine Verhöhnung der KZ-Opfer!", so der Tenor.

Das Team von Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen hatte sich schon am Dienstag entschieden von der Demo distanziert. Man halte Kundgebungen gegen den Mitbewerber für "kontraproduktiv", hieß es - zudem könnten derartige Aktionen Van der Bellen auch Wählerstimmen kosten.

Handel für "definierte Plätze"
Rainer Trfelik, der Spartenobmann für Handel in der Wiener Wirtschaftskammer, bekräftigte indes die Forderung nach eigenen Zonen für Demos: Es solle doch bitte "definierte Plätze" zur freien Meinungsäußerung geben. Während die Menschen in der Vorweihnachtszeit in Ruhe ihre Einkäufe erledigen wollten, sorgten Demo-Aktionen wie zuletzt am ersten Adventsamstag für chaotische Zustände und massive Einbußen für den Handel.

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