Mi, 18. Oktober 2017

Val d'Isere

01.12.2016 18:15

Nun lernt Hirscher die Kehrseite der Liebe kennen

In Val d'Isère feierte Marcel seinen ersten Sieg, stand neunmal auf dem Stockerl - am Freitag sollen im schwierigen Super-G wertvolle Punkte her.

Der Bellevarde und Marcel - seit 2009, als er am 14. Dezember den  ersten Weltcup-Triumph feierte, eine Liebe ohne Tiefen. Von der Hirscher am Wochenende erstmals die Kehrseite  kennenlernt, da erstmals seit 2007 nicht auf La Face de Bellevarde, sondern der gegenüberliegenden Piste Oreiller-Killy gefahren wird.

Am Freitag wartet der Super-G, Sonntag der Riesentorlauf - unter 100 Punkten ging’s für den Salzburger hier nie weg! Direkt vor dem Hotel Le Yule, in dem der ÖSV-Tross wohnt, endet La Face de Bellevarde. Jene Piste, auf der Marcel so viele Triumphe feierte:

2009: Gelang ihm nach Platz drei in der Kombi des Vorjahres im Riesentorlauf der erste Weltcupsieg, dazu holte er Platz zwei in der Superkombination.

2010: Feierte Marcel hier den Triumph im Slalom.

2012: Folgten nach der Val d'Isère-Pause weitere zwei Stockerlplätze: Dritter im Slalom, dazu der Triumph im Riesentorlauf.

2013: Der dritte Sieg im Riesentorlauf.

2015: Nach der Absage 2014 das bisher erfolgreichste Jahr auf dem Goldberg: erneut Erster  im Riesentorlauf, Zweiter im Slalom.

Am Donnerstag tastete sich Marcel im zweiten Abfahrtstraining wieder einen Schritt an die für ihn neue Strecke heran, verbesserte sich deutlich mehr als die von ihm erhoffte Sekunde. "Weil ich das Zögern minimiert, schon viel weniger gebremst habe."

Kaum Speed-Trainingstage
Der Rückstand auf die Besten ist dennoch riesig, aber nicht überraschend: "Ich habe ja kaum Speed-Trainingstage. Jeder Meter über 100 km/h ist für mich lehrreich, fühlt sich ähnlich an, wie im Auto mit 280 auf einem Ring zu rasen", erklärt Marcel, der am liebsten "einmal eine Abfahrt eine Woche lang für mich alleine" hätte.  Obwohl die Einheiten Spuren hinterlassen: "Weil das psychisch für mich ein anderer Druck ist, ich zwar in der Früh länger schlafen, mir aber keine Fehler erlauben darf."

Wie heute im Super-G,  in dem ein paar Weltcup-Punkte her sollen. Was auf dem anspruchsvollen Kurs schwierig wird. Die morgige Abfahrt lässt er aus, am Sonntag wartet im Riesentorlauf das Giganten-Duell mit Alexis Pinturault. Zum Saisonauftakt in Sölden hatte Alexis die Nase vorne. "Aber mein Auftritt war stark, ich hoffe, dass es ähnlich weitergeht", so Marcel, der im zweiten Lauf schon im Schnee gelegen war, Platz zwei gerettet hatte.

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