Fr, 23. Februar 2018

krone.at-Test

04.12.2016 09:00

Acer Swift 3: Erschwingliches Einsteiger-Ultrabook

Edle Ultrabooks im Alu-Gehäuse erfreuen sich seit Jahren größter Beliebtheit, günstig sind sie in aller Regel aber nicht. Acer will das mit seinem neuen Swift 3 ändern und bringt ein 14-Zoll-Ultrabook mit aktueller Core-i7-Technik, SSD-Turbo und Alu-Chassis zum Kampfpreis von unter 1000 Euro. Ob das Gerät hält, was es verspricht, hat krone.at getestet.

Acer positioniert sein Swift 3 als erschwingliches Ultrabook mit edlem Äußeren und langer Laufzeit. Mit Core-i7-Prozessor sollte es außerdem reichlich Leistung für die tägliche Arbeit bereithalten.

Was genau Acer im Swift 3 verbaut und welche Varianten des 1,8 Zentimeter hohen Geräts es gibt, erfahren Sie in der Leistungstabelle:

Acer Swift 3

CPU

Core i3-6100U / Core i5-6200U / Core i7-6500U

RAM

4 - 8 GB (DDR4)

Diagonale

14 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Massenspeicher

128 - 512 GB SSD

Optisches Laufwerk

nicht vorhanden

Grafiklösung

Intel HD Graphics 520

Anschlüsse

USB-C, USB 3.0, USB 2.0, HDMI, SD-Kartenleser, 3,5-mm-Audioklinke

Funkstandards

Gigabit-WLAN, Bluetooth 4.0

Kameras

1,3 Megapixel

Akku

3220 mAh (10 Stunden Laufzeit lt. Hersteller)

Software

Windows 10 Home

Extras

Fingerscanner

Preis

600 - 1000 Euro (UVP)

In puncto Hardware-Leistung ist das Swift 3 - wir haben die Core-i7-Version für 1000 Euro getestet -konkurrenzfähig. Für die tägliche Arbeit bis hin zur Bildbearbeitung ist das Gerät stark genug, Gaming und Videoschnitt sind mit der integrierten Grafik aber nicht zufriedenstellend möglich.

Stark, kühl und leise
Im Benchmark-Vergleichstest PC Mark reiht sich das Gerät mit 2715 Punkten am Niveau stärkerer Ultrabooks ein, die Hitze- und Geräuschentwicklung ist auch unter Last vergleichsweise gering. Mit ein Grund für das flotte Arbeitstempo dürfte der aktuelle DDR4-Speicher sein, den Acer hier verbaut hat.

Display auch draußen gut ablesbar
Der Full-HD-Bildschirm im Swift 3 hinterließ im Test einen sehr guten Eindruck, überzeugt sowohl mit seiner Schärfe, als auch mit der natürlichen Farbdarstellung und guter seitlicher Ablesbarkeit. Das 14-Zoll-Format ist ein angenehmer Kompromiss zwischen Mobilität und Arbeitsfläche. Der Umstand, dass das Display matt ist, macht sich immer dann bezahlt, wenn man das Gerät im Freien nutzen will. Eine etwas höhere Maximalhelligkeit wäre aber wünschenswert gewesen.

Extragroße SSD, viele Anschlüsse
Auch die restliche Ausstattung überzeugt: Eine 512-Gigabyte-SSD ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich und ein feines Extra, die Anschlussausstattung inklusive vollwertigem großen HDMI-Port und SD-Kartenleser passt ebenfalls. Die Funkausstattung mit Gigabit-WLAN ist auf der Höhe der Zeit. Praktisch: Weil das Gerät über einen proprietären Ladestecker aufgeladen wird, bleibt der USB-C-Port auch im Netzbetrieb frei - bei heutigen Ultrabooks keine Selbstverständlichkeit mehr.

Störrischer Fingerscanner, mittelprächtige Webcam
Schade: Eigentlich wäre der verbaute Fingerscanner gerade in dieser Preisklasse ein nicht alltägliches Extra, im Test hat er aber nicht überzeugt. Die Erkennungsleistung ist überschaubar: Schon bei der Einrichtung des Fingerabdruckes kämpft man mit der schwachen Erkennungsleistung, nach dem Einrichten ließ sich das Notebook trotz unserer Bemühung nicht über den Scanner entsperren.

Einen zweckmäßigen Eindruck macht auch die verbaute Webcam. Sie reicht zwar für das eine oder andere Videotelefonat, manch ein Konkurrenzgerät bietet hier aber höhere Auflösung. Sei's drum: Für die alltägliche Nutzung reicht die Kamera.

Sauber verarbeitet, Tastatur gewöhnungsbedürftig
Gewicht und Verarbeitung haben im Test einen guten Eindruck hinterlassen. Das Alu-Chassis ist zwar nicht so steif wie bei manch teurerem Rivalen, aber schon deutlich besser als die Gehäuse, die man üblicherweise in der Einsteigerklasse findet.

Das Chassis ist metallisch-kühl, bietet wenig Angriffsfläche für Fingerabdrücke und ist ohne Mängel wie zu große Spaltmaße verschraubt. Die Tastatur bietet einen klaren, aber etwas schwammigen Tastenhub. Die relativ weit auseinander liegenden Tasten sind Geschmackssache, das große Touchpad macht seine Sache gut.

Akkulaufzeit nur Durchschnitt, Bloatware an Bord
Bei der Akkulaufzeit zeigt sich bei Acers neuem Ultrabook wie so oft, dass die Herstellerangaben nicht unbedingt immer vertrauenswürdig sind. Die zehn Stunden Laufzeit, die Acer verspricht, erreicht man wohl bestenfalls bei minimaler Bildschirmhelligkeit und sehr geringer Beanspruchung. Unter Realbedingungen liegt die Laufzeit unserer Erfahrung nach eher bei sechs Stunden - immer noch ordentlich, aber einen ganzen Arbeitstag ohne Stromtanken schafft das Swift 3 nicht.

Die Software des Swift 3 stellt den Nutzer vor keine unvorhersehbaren Herausforderungen: Es läuft Windows 10 in der Home-Version inklusive all seiner Stärken und Schwächen. Leider hat Acer auch etwas Bloatware vorinstalliert - darunter ein Hotelbuchungs-Portal, eine Testversion von McAfee Antivirus und eine Musik-App.

Fazit: Acer macht bei seinem Swift 3 vieles richtig, bietet es doch in dieser Preisklasse nicht unbedingt gängige Features wie die extragroße SSD, das sauber verarbeitete Metallgehäuse und ein gutes, wenn auch etwas zu dunkles Display. Die Anschlussvielfalt überzeugt, die Qualität des verbauten Fingerscanners und die vorinstallierte Bloatware trüben das ansonsten gelungene Süppchen aber ein wenig. Zumindest letzteres lässt sich aber leicht durch die Deinstallation in den Griff bekommen.

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