Mi, 17. Jänner 2018

Prüdes Sex-Symbol

05.10.2006 16:44

"Zieht euch was an!"

Einst avancierte Prince mit Hits wie "Purple Rain" oder "1999" und glamourösen Live-Shows zum Sex-Symbol. Jetzt gibt er sich prüde. Nachtclub-Tänzerinnen bot der Sänger das Doppelte ihrer Gage, nur damit sie sich was anziehen.

"Ihr solltet euch schämen! Ihr seid zu gut für so was und solltet euch nicht so billig verkaufen", so Prince zu den Tänzerinnen des Nachtklub Xenii in Hollywood. Auch einem Gast versuchte der Sänger, den Besuch in der Bar zu vermiesen. "Was würden deine Eltern von dir denken, wenn sie dich jetzt sehen würden. Es ist falsch, so zu tanzen!"

Doch anstatt aufzuhören tanzten die Mädchen einfach weiter. Ihre Begründung: "Wir brauchen das Geld." Daraufhin fragte Prince, der seit fünf Jahren Zeuge Jehovas ist, wie viel sie in der Nacht verdienen und bot ihnen das Doppelte an. Die Mädels lehnten das Angebot trotzdem ab.

Eine Zeugin des Zwischenfalls sagte: "Er schien von religiösem Eifer befallen zu sein. Sobald er die Mädchen auf dem Podium sah, fing er an, ihnen die Leviten zu lesen." Der 48-jährige Musiker, der auch Alkohol meidet, gab sein Plädoyer an die Tänzerinnen schließlich auf, setzte sich an einen Tisch und drehte den Kopf von den Mädchen weg.

Prince ist Stammgast in der Bar, bittet den DJ aber immer wieder, keine Songs zu spielen, in denen Flüche vorkommen. "Niemand weiß, warum er herkommt. Er trinkt nicht, er mag die Musik nicht und jetzt mag er auch die Tänzerinnen nicht" so ein anderer Stammgast.

Prince hat seit Ende der siebziger Jahre über 30 Alben veröffentlicht und weltweit mehr als 100 Millionen Platten verkauft. Sein Album "Purple Rain" und der gleichnamige autobiografische Film brachten ihm drei Grammys und einen Oskar. Dass er früher selbst mit halbnackten Mädchen gearbeitet hat, dürfte dem kleinen Star entfallen sein.

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