Mo, 21. Mai 2018

Kein Prozess

01.12.2016 06:31

Schwarzen getötet: Polizist schoss "rechtmäßig"

Wie mehrere andere hatte auch der Fall des Afroamerikaners Keith Lamont Scott heuer in den USA für Empörung gesorgt: Ein Polizist hatte den Mann am helllichten Tag auf einem Parkplatz vor einer Wohnsiedlung in der Stadt Charlotte erschossen. Der Vorfall hatte über Tage massive Proteste ausgelöst - nun steht fest, dass sich der Polizist dafür nicht vor Gericht verantworten muss. Er habe rechtmäßig gehandelt, hieß es.

Der Beamte hatte Scott im September auf einem Parkplatz in Charlotte im Bundesstaat North Carolina erschossen, als er trotz mehrfacher Warnungen aus seinem Auto ausgestiegen war. Anwälte der Familie sagten, Scott habe die Rufe möglicherweise nicht verstanden, weil er sich im vergangenen Jahr eine schwere Hirnverletzung zugezogen und Medikamente genommen habe.

Neben dem auf dem Boden liegenden Scott wurde allerdings eine Waffe gefunden. Von dem Hergang gibt es undeutliche Videos.

Zwar blieb auch nach der Untersuchung unklar, ob Scott bei oder nach dem Aussteigen eine Waffe in der Hand gehalten hatte, laut Überzeugung des Bezirksanwalts war von ihm aber eine Gefahr für Leib und Leben für andere ausgegangen.

"Bitte beantwortet Gewalt nicht mit Gewalt"
Der Vorfall hatte in Charlotte über Tage massive Proteste nach sich gezogen. Scotts Familie zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht, aber gefasst. Sie rief die Einwohner Charlottes in einem Statement auf, ruhig zu bleiben. "Gewalt mit Gewalt zu beantworten ist nie eine Lösung", teilten sie mit.

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