Fr, 24. November 2017

Ende des Cityjumps

29.11.2016 16:26

Dreifaches Aus bei den Leichtathleten

Trotz sportlich guter Bilanz im vergangenen Jahr stehen die Zeichen bei der Union Salzburg auf Abschied: Der Cityjump und die Leichtathletik-Gala werden ab 2017 nicht mehr stattfinden, zudem zieht sich Obfrau Karin Walkner mit Jahresende zurück.

Das Leichtathletik-Jahr aus Sicht des größten Salzburger Klubs Union stand ganz im Zeichen der internationalen Rückkehr: Mit der eingebürgerten Steffi Bendrat nahm erstmals eine Athletin an der Hallen-WM teil. Das EM-Limit für Amsterdam im Sommer knackte sie ebenso, Olympia in Rio verpasste die Hürdensprinterin aber knapp. Dennoch zeigte sich Landestrainerin Olivia Raffelsberger zufrieden: "Wir hatten 16 internationale Starts, der Nachwuchs hat Vorbilder. Darauf wollen wir aufbauen." Mit Bendrat, die Abwerbungsversuchen aus St. Pölten widerstand, Salzburg erhalten bleibt. Die 25-Jährige ist seit Oktober Heeressoldatin, kann sich nun ganz auf Tokio 2020 konzentrieren. Trotz Topleistungen etwa durch Youngster Isaac Asare und Masters-Doppelweltmeister Heimo Viertbauer fällt das Jahres-Resümee aber trist aus: Die Leichtathletik-Gala und der "Cityjump", bei dem im Vorjahr noch Weltrekordler Lavillenie tausende Zuschauer in der Altstadt begeistert hatte, finden ab 2017 nicht mehr statt.

Walkner begründet Abschied
Union-Obfrau Karin Walkner, die dafür ihren Beruf geopfert hatte und mit Jahresende ihr Amt zur Verfügung stellt, bilanziert: "Wir haben vier Jahre viel Geld und Freizeit investiert. Leider ist es uns nicht gelungen, Sponsoren und Helfer von einem längeren Engagement zu überzeugen." Internationale Spitzenathleten wird es in Salzburg damit nicht mehr so schnell zu sehen geben.

Von Seiten des Olympiastützpunkts Rif zeigten sich Direktor Becker und der wirtschaftliche Leiter Grössinger dankbar für den Einsatz. Politischen Rückhalt vermisst man aber: "Es fallen immer mehr Events weg. Sportland können wir uns bald kaum mehr nennen."

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