Di, 23. Jänner 2018

Schwächer als GB

30.11.2016 07:45

Google-Manager ortet deutsche Digital-Defizite

Deutschland nimmt nach Einschätzung von Google-Europa-Chef Matt Brittin in der digitalen Ära bis jetzt nur eine unterdurchschnittlich entwickelte Rolle ein. "Die Bundesrepublik ist weltweit führend bei den Exporten, weil das Ingenieurswesen und die Stärken in der Produktion sehr stark ausgebildet sind. Das trifft aber nicht auf die digitale Wirtschaft zu", sagte Brittin.

"Deutschland könnte da viel weiter vorne liegen." In Großbritannien trage die Internetwirtschaft zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. "In Deutschland liegt dieser Wert gerade einmal bei vier bis fünf Prozent." Großbritannien sei bei digitalen Produkten und Diensten ein Netto-Exporteur, führt also mehr aus als ein. "In Deutschland ist das nicht der Fall. Das könnte sich ändern."

Der Google-Manager verwies auf das Engagement des Internet-Konzerns in Deutschland: "Wir haben einen großen Ingenieursstandort in München, den wir gerade ausbauen, damit bis zu 800 Mitarbeiter dort Produkte und Dienste entwickeln können." Deutschland habe in wichtigen Bereichen wie Sicherheit und Datenschutz Standards gesetzt. Google wolle von diesem Standortvorteil profitieren, um seinen Anwendern besonders sichere und datenschutzfreundliche Dienste anbieten zu können.

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