Sa, 18. November 2017

Beleidigungen & Co.

29.11.2016 10:15

Welche Postings Hofer und Van der Bellen löschen

Dass auf den Facebook-Auftritten von Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen Kommentare von Usern gelöscht werden, ist nichts Neues. Nun hat sich der "Standard" angesehen, aus welchen Gründen Postings entfernt werden. Das Fazit: Während Van der Bellens Team vor allem persönliche Beleidigungen nicht durchgehen lässt, reicht auf der Seite von Norbert Hofer schon Kritik am freiheitlichen Bundespräsidentschaftskandidaten.

Facebook-Auftritte sind ein wichtiges Instrument im Kampf um Wählerstimmen. Doch sie sind auch eine Möglichkeit für die User, ihrem Unmut über die aktuelle politische Lage Ausdruck zu verleihen. Manchmal schießen diese Bekundungen allerdings selbst für die Kandidaten über das Ziel hinaus und werden vom jeweiligen Wahlkampfteam gelöscht.

Laut der "Standard"-Erhebung ist dies im Zeitraum zwischen 27. Oktober und 18. November mit mehr als 3400 von rund 24.700 in diesem Zeitraum geposteten Kommentaren passiert - rund 1800 davon von Hofers Facebook-Seite (von 14.700) und etwa 1600 von 10.000 bei Van der Bellen.

Interessant sind aber die Gründe: Während bei Van der Bellen demnach mit 30,1 Prozent am häufigsten Beleidigungen gegen den Bundespräsidentschaftskandidaten selbst entfernt wurden, löschte das Team von Hofer mehr als jedes zweite Posting, das Kritik an dem freiheitlichen Kandidaten zum Inhalt hatte. Erst an zweiter Stelle kommen bei ihm laut der Erhebung persönliche Beleidigungen (9,5 Prozent). Kritik an seinem Kandidaten löschte auch das Team Van der Bellens, mit 21,0 Prozent aber bedeutend seltener.

Auch für den jeweiligen Kandidaten sprechende Kommentare wurden übrigens entfernt: 12,7 Prozent bei Van der Bellen und 6,6 Prozent bei Hofer. "Hasserfüllte Kommentare" machten offenbar 5,0 (Hofer) bzw. 4,2 Prozent (Van der Bellen) der gelöschten Postings aus. Von beiden Teams wurden aber auch Kommentare gelöscht, die den jeweils anderen Kandidaten kritisierten, beleidigten oder unterstützten. Auch Gewaltandrohungen habe es gegeben, allerdings sehr vereinzelt.

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