Do, 23. November 2017

Wahlhilfe für VdB?

28.11.2016 20:30

Wien: „Geheimtreffen“ zwischen Faymann und Schulz

Die Überraschung der Gäste im bekannten Wiener Café Landtmann war groß: Montagabend haben sich der deutsche EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und Österreichs Ex-Bundeskanzler Werner Faymann zu einem "Geheimtreffen" in der Bundeshauptstadt verabredet. Grund des Besuchs des deutschen SPD-Politikers soll die angebliche Sorge der EU vor einer Wahlniederlage von Alexander Van der Bellen in der Hofburg-Stichwahl am 4. Dezember sein. krone.at war vor Ort und hielt das "Geheimtreffen" per Video fest.

Schulz landete am frühen Abend am Flughafen Wien-Schwechat, von dort ging es direkt ins Landtmann. Wie Insider vermuten, war die Wahlschlacht um die Hofburg ein großes Thema beim Treffen mit Faymann, an dem auch der deutsche SPD-Vizekanzler Sigmar Gabriel teilnahm. Gut möglich, dass an einer gemeinsamen Strategie der Sozialdemokraten für eine "Last Minute"-Unterstützung Van der Bellens in den letzten Tagen des Wahlkampfs gebastelt wird.

Schulz will auch Faymann-Nachfolger Kern treffen
"Mit Schulz und Faymann in Wien. Gegen Populismus hilft nur mehr Zusammenhalt", schrieb Gabriel auf Twitter. Insider vermuten, dass Schulz und Gabriel auch noch ein Treffen mit Faymann-Nachfolger Christian Kern (SPÖ) planen. Bekanntlich forciert auch Kern eine Wahl Van der Bellens.

Schulz warnte schon im Mai vor Wahlsieg Hofers
Es ist kein Geheimnis, dass sich auch die ranghöchsten EU-Politiker in Brüssel einen Sieg von Van der Bellen bei der Stichwahl am 4. Dezember wünschen. Schulz hatte schon vor der ersten Stichwahl im Mai vor einem Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gewarnt: "Wenn die extremistische Rechte die Wahlen in Österreich und in Europa gewinnt, wird dies Europas Charakter ändern. Die große Mehrheit der Menschen in Europa will nicht diesen Wandel. Das ist jedoch eine stille Mehrheit, wenn sie akzeptiert, dass diejenigen, die die Grenzen wollen, die Wahlen gewinnen. Wer für Europa ist, muss mobil machen, genau wie jene, die dagegen sind", so Schulz damals in einem Interview mit dem italienischen TV-Sender RAI 3.

Um Ex-SPÖ-Kanzler Faymann wurde es zuletzt recht ruhig. Am heurigen 9. Mai war er mangels fehlenden Rückhalts in der eigenen Partei und aufgrund von Problemen wie der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit oder den Streitigkeiten in der Flüchtlingspolitik zurückgetreten. Anfang September trat er dann seine neue, ehrenamtliche Tätigkeit als Sondergesandter der UNO an.

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