Fr, 19. Jänner 2018

Experten-Konferenz:

28.11.2016 18:07

Bandenkriminalität in der Steiermark explodiert

Schuss-Attentate, Schutzgeld-Erpressung, Messerstechereien, Raufhandel, Morddrohungen gegen Zeugen in laufenden Prozessen - tschetschenische, aber auch vermehrt afghanische Tätergruppen stellen hierzulande ein immer größeres Problem dar. Experten diskutierten nun auch unter steirischer Beteiligung in Salzburg einen Aktionsplan gegen Bandenkriminalität.

Nach Pistolenschüssen auf einen sechsfachen tschetschenischen Familienvater in Wien sorgten nun zwei Vorfälle in Graz Sonntagabend für Aufregung. In der Innenstadt wurde einem amtsbekannten, tschetschenischen Gewalttäter (36) ein Messer in den Rücken gerammt - angeblich von einem Unbekannten.

Zwei Stunden später erneut Großalarm für die Polizei, diesmal vor dem Hauptbahnhof. Mindestens zehn Afghanen und Iraner sind aufeinander losgegangen.

Ein 22-jähriger Afghane erlitt Stichwunden, drehte aber dermaßen durch, dass eine ärztliche Versorgung, auch von anderen Verletzten, erst möglich war, als ihm Handfesseln angelegt worden waren. Ein Verdächtiger ist in Haft; die Ermittlungen sind am Laufen. Zeugen, viele haben mit dem Handy gefilmt, mögen sich bitte bei der Polizei melden: 059133/6584.

Einheitliches Vorgehen
4000 Tschetschenen leben in der Steiermark. Mit den inzwischen ebenfalls problematischen Afghanen stellen sie ein massives Bedrohungsfeld dar, auch österreichweit. Um die Problematik zu besprechen, trafen sich BKA-Ermittler mit deutschen und tschechischen Kollegen sowie Vertretern von Europol. Man will künftig einheitlicher vorgehen.

Der Leiter des Büros zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität im Bundeskriminalamt, Andreas Holzer, sieht diese Tagung als Start zu einem umfassenden Ansatz in der Kriminalitätsbekämpfung: "Wir müssen deliktsübergreifend ermitteln und uns auf identifizierte kriminelle Verbindungen konzentrieren. Das funktioniert nur, wenn sämtliche Dienststellen und auch die Justiz gemeinsam und koordiniert vorgehen."

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