Sa, 18. November 2017

Terrorverdacht

28.11.2016 22:22

Ohio: Elf Verletzte bei Amoklauf auf Uni-Campus

Mit einem Fleischermesser hat ein Student der Ohio State University in der US-Stadt Columbus auf dem Campus der Hochschule mindestens elf Menschen verletzt. Zuvor war er in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Der Täter sei von einem Polizisten erschossen worden, teilte die Polizei wenige Stunden nach der Tat am Montag mit. Ein terroristischer Hintergrund sei nicht völlig auszuschließen. Der Täter hat somalische Wurzeln und wurde als Abdul Razak Ali Artan identifiziert.

Elf Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der Präsident der Universität, Michael Drake. Einige wurden wegen Stich- oder Schnittverletzungen behandelt, andere wegen Verletzungen aufgrund des Zusammenpralls mit dem Auto. Der Campus war mehr als eine Stunde lang abgeriegelt. Die Suche nach einem möglichen Mittäter sei ergebnislos verlaufen, sagte der Polizeichef von Ohio, Craig Stone.

Terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen
Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu einem Motiv für die Tat, schlossen aber einen terroristischen Hintergrund nicht aus. Von der Polizei hieß es nach der Attacke lediglich, ein Terrorangriff sei eine "Möglichkeit", es werde aber in alle Richtungen ermittelt.

US-Präsident Barack Obama ließ sich über die Lage in Ohio informieren, wie sein Sprecher Josh Earnest mitteilte. Auch die Bundespolizei FBI schaltete sich in die Ermittlungen ein.

Dramatischer Aufruf der Universitätsleitung
Die Universitätsleitung hatte eine Warnung herausgegeben: Die Studenten auf dem Campus sollten fliehen, sich verstecken und kämpfen. Um das Universitätsgelände hatten sich unzählige Polizisten und weitere Einsatzkräfte postiert.

Die Liste von gewalttätigen Vorkommnissen in Schulen und Universitäten in den USA ist lang. Jedes Jahr werden mehrere Vorkommnisse gemeldet, bei denen Menschen verletzt oder sogar getötet werden. Am 1. November etwa starb in North Carolina ein 19-Jähriger bei einer solchen Gewalttat.

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