Do, 23. November 2017

Personelle Folgen?

25.11.2016 15:01

Häupl ruft per Video zu Waffenstillstand in SP auf

Mit einer spontanen Videobotschaft hat sich der Wiener Bürgermeister Michael Häupl zusammen mit Landesparteisekretärin Sybille Straubinger am Freitag an die Öffentlichkeit gewandt. Thema: die derzeitige Situation "in der Wiener Sozialdemokratie". Wohl als Aufruf zum Waffenstillstand gemeint, wolle man "zurück zur inhaltlichen Diskussion". Am Ende seien personelle Konsequenzen nicht ausgeschlossen.

Eine Personaldiskussion in der Öffentlichkeit sei nicht nützlich, stellte Häupl fest. Man wolle nun "ein Themenlisting machen" und Meinungen sammeln. Bis Ende Jänner werde man das abarbeiten, danach seien auch personelle Diskussionen "im Wohnzimmer, nicht am Balkon" möglich. Dafür werde Häupl sein "ganzes Wissen", seine "ganze Erfahrung und Kraft" einsetzen.

Straubinger bedankte sich kurz und knapp für den Zuspruch. Man sei bestrebt, "gemeinsam Wien besser zu machen". "Ich glaube, wir kriegen das hin", ergänzte Häupl. Mit einem "herzlichen Freundschaft" verabschiedeten sich die beiden Protagonisten.

Video kommt in SP-Reihen "nicht gut an"
Bei einem Rundruf in Wiens SPÖ-Mehrheitsbezirken sorgte der Clip umgehend für Kopfschütteln: "Dieses Video wirkt komisch" und "es kommt nicht gut an", so die ersten Statements der roten Bezirksvertreter gegenüber krone.at.

Insbesondere, dass sich die Landesparteisekretärin in dem Video für E-Mails bedanke, "die sie ja selbst bestellt hat", finden viele befremdlich. "Es wundern sich alle in den Bezirken über das seltsame Video", so der einhellige Tenor aus der Reformgruppe.

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