So, 19. November 2017

„Krone“-Besuch

25.11.2016 16:57

Eva-Maria Brem: „Da werde ich sofort grantig“

Die "Krone" zu Besuch bei Eva-Maria Brem. Das Zuschauen schmerzt Österreichs derzeit verletztes Ski-Ass am Samstag beim Riesentorlauf von Killington fast mehr als ihre schwere Verletzung. (Im Video oben sehen Sie Brem bei der Ehrung zur Sportlerin des Jahres).

"Eigentlich habe ich ja Ruhe und Zeit geschenkt bekommen. Ab und zu kann ich das genießen. Manchmal hasst man es." Am Samstag wird Eva-Maria Brem ihren Zustand mit Sicherheit nicht mögen. Dann, wenn das Fernsehen die beiden Durchgänge des Damen-Riesentorlaufes im amerikanischen Killington überträgt. Da wird das gebrochene Schien- und Wadenbein im linken Fuß besondern schmerzen. Und die Seele richtig weinen.

"Flucht" nach Münster
"Ja, schon: Zuschauen tut weh", gibt die 28-Jährige offen zu. Beim Damen-Slalom in Levi ist sie gar in eine Behandlung ins Therapiezentrum Münster geflüchtet. "Daheim tu' ich mich halt schwer. Den Fernseher nicht aufdrehen, geht fast nicht, dazu bin ich zu neugierig. Und wenn ich schau, bin ich grantig. Weil ich lieber auch Ski fahren würde!"

Besonders in Amerika, wo Brem in Aspen ihr erstes Weltcup-Rennen gewonnen hat und von wo sie bei der WM 2015 die Team-Goldene mit nach Hause brachte. "Kein Amerika - das tut mir besonders leid."

"Leichter wird's nicht"
Drei Wochen liegt der fatale Einfädler beim Training auf dem Pass Thurn jetzt zurück. Eva-Maria kennt das alles, schon 2010 hatte sie am selben Fuß die gleiche Verletzung erlitten. Sie weiß, was auf sie zukommt, wie lange es dauern wird. "Ich habe ein besseres Verständnis dafür, leichter wird's dadurch aber nicht".

Vorm Fernseher schon gar nicht. Ihren Teamkolleginnen hält Brem aber so oder so fest die Daumen: "Sie sollten es als Chance sehen. Und die Mädels sind inzwischen so cool, dass sie das können." Auch dass im rotweißroten Technikteam derzeit mit Michi Kirchgasser nur noch eine Läuferin mit Siegerfahrung steht, ändert wenig ans Brems Optimismus: "Man darf nicht erwarten, dass bei jedem Rennen eine auf dem Stockerl steht. Aber wenn's der Stephanie Brunner einmal so richtig aufgeht, dann."

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