Do, 23. November 2017

Kurz vor Weihnachten

25.11.2016 08:14

Folgen der GLS-Pleite: 215 Jobs sind weg!

Drei Stunden wurde noch einmal diskutiert, dann fielen die Würfel über die Zukunft der in die Pleite gerutschten Baufirma GLS: Die von der Raiffeisenlandesbank OÖ mit der Raika Perg geschnürte Sanierungsfinanzierung wurde angenommen. Trotzdem verlieren vor Weihnachten 215 Beschäftige ihren Job!

8,5 Millionen  Euro Kreditrahmen für die GLS, dazu 1,4 Millionen Kreditrahmen für deren Tochterfirma RW Montage, deren Ende bereits besiegelt ist. Dazu steht das Geldinstitut für allfällige Verluste bis zu 2,6 Millionen Euro gerade! So sieht das Finanzierungsangebot aus, das gestern vom Gläubigerausschuss abgesegnet wurde und den Masseverwaltern Peter Shamiyeh und René Lindner die Fortführung der GLS einmal bis Anfang März möglich macht. Das bedeutet, dass etwa 25 Baustellen fortgesetzt werden.

Nur 70 Mitarbeiter bleiben an Bord
Das große Aber: Der Betrieb der GLS läuft nur in einer "Schrumpf-Variante" weiter - damit bleiben lediglich 70 Mitarbeiter an Bord: etwa 20 in der Verwaltung, dazu kommen noch 50 Arbeiter. 151 (!) Beschäftigte werden allerdings bis Weihnachten ihre Jobs verlieren.
Die Hälfte kann sofort aus ihren Arbeitsverträgen austreten, ohne Ansprüche zu verlieren. "Die andere Hälfte werde ich bitten, bis längstens 23. Dezember weiterzuarbeiten", sagt Lindner, der von einer "Kompromiss-Variante" spricht, die mit der Raiffeisenlandesbank und dem Gläubigerausschuss erarbeitet wurde.

Die Mega-Pleite erschüttert Oberösterreich nachhaltig. Denn nicht nur, dass 151 Landsleute bis Weihnachten bei der GLS gehen müssen und damit auf der Straße stehen, verlieren ja auch bei der RW Montage 64 ihre Arbeitsplätze. Die Insolvenz killte also 215 Jobs!

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