Di, 17. Oktober 2017

Fünfjährige gerettet

24.11.2016 06:00

Helfer zu Heldentat: „Nichts Besonderes gemacht“

Sie wurden am Sonntag zu Helden, tauchten nach ihrer Tat aber unter - jene zwei Marokkaner, die am Sonntag in Innsbruck geistesgegenwärtig den Sturz eines Mädchens (5) aus elf Metern Höhe mit einer Jacke stoppten und so vielleicht das Allerschlimmste verhinderten. Am Mittwoch stießen Polizisten zufällig auf das Duo: "Wir haben nichts Besonderes gemacht", gaben sich die zwei bescheiden.

Kurze Rückblende: Es ist der vergangene Sonntag, 12 Uhr. Im Innsbrucker Stadtteil Pradl turnt ein fünfjähriges Mädchen auf einer Terrasse herum - elf Meter über dem darunterliegenden Asphaltboden. Die zwei Marokkaner Mohamed El Khalif (20) und Mohames El Khannoussi (19) spazieren zufällig vorbei. Sie sehen das Mädchen, ahnen Schlimmes.

Schlimmeres verhindert: Kind erleidet nur Bisswunde an der Lippe
Geistesgegenwärtig und blitzschnell handeln sie und stellen sich unter die Terrasse, breiten einen schwarzen Anorak wie eine Art Sprungtuch aus. Genau in diesem Moment stürzt das Mädchen in die Tiefe. Das Duo kann den Fall der Fünfjährigen so entscheidend entschleunigen, dass es wesentlich "sanfter" auf dem harten Boden aufschlägt. Dem Mädchen wurde somit möglicherweise das Leben gerettet. Es erleidet nur eine Bisswunde an der Lippe.

Retter plötzlich weg
Im Trubel des Rettungseinsatzes und der Ermittlungen machen sich die "Rettungsengel" aus dem Staub. "Wir glaubten, etwas falsch gemacht zu haben", sagten sie am Mittwoch, als sie von der Polizei in Innsbruck nahe einem Einkaufszentrum entdeckt wurden.

Als ihnen die Polizei erklärt, dass sie richtig und vorbildlich handelten, meinen sie bescheiden: "Wir haben wohl nur das getan, was jeder tut, wenn er sieht, dass gleich etwas Schlimmes passieren kann."

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