Di, 21. November 2017

Ein Dutzend Tote

23.11.2016 11:20

Erneut blutige Eskalation im Kaschmir-Konflikt

Bei Schüssen indischer Soldaten auf einen Passagierbus im pakistanischen Teil von Kaschmir hat es zwölf Tote gegeben. Laut pakistanischen Angaben wurden neun Zivilisten und drei Soldaten getötet. Das bestätigten am Mittwoch örtliche Polizeibeamte und die pakistanische Armee.

Laut einer Stellungnahme des Militärs hat eine Mörsergranate den Bus nahe dem Grenzdorf Dhudnial getroffen. Elf Menschen seien verletzt worden. Die Grenzregion Kaschmir ist zwischen Pakistan und Indien umstritten.

Racheakt für enthaupteten Polizisten
Erst am Dienstag hatte die indische Armee mitgeteilt, dass drei ihrer eigenen Soldaten an der Grenze von pakistanischen Soldaten getötet worden seien. Ein Leichnam sei "verstümmelt" gewesen, laut Medienangaben war der Mann geköpft worden. Indien habe daraufhin mit Mörsern und Granaten auf die pakistanische Seite gefeuert, bestätigte eine indische Armeequelle am Mittwoch. "Wir wollten klarmachen, dass Verstümmelung nicht akzeptabel ist."

Am Mittwochnachmittag ergänzte ein Sprecher des indischen Verteidigungsministeriums, Pakistan habe seit den Morgenstunden wahllos auf viele Grenzposten geschossen. Die indischen Posten antworteten "gebührend".

Heuer schon mindestens 40 Tote im Kaschmir-Konflikt
Seit Indien Ende September erstmals seit 45 Jahren zugegeben hatte, mit seinen Soldaten die Grenzlinie übertreten zu haben, gab es dort fast täglich Schusswechsel zwischen Soldaten der beiden Atommächte. Allein in Pakistan sind heuer mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen, die meisten seit September.

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