Mi, 17. Jänner 2018

Glyphosat

23.11.2016 09:54

Behördeblieb nach Umweltalarm untätig

Übermäßiger Einsatz des Pflanzengiftes Glyphosat ist in Kärnten offenbar kein Einzelfall: Nicht nur in einem Wald bei Poggersdorf, sondern auch in Hüttenberg sollen Unmengen versprüht worden sein. Die Behörde blieb untätig.

"Wir hatten heuer mehrmals beim Spazierengehen Fahrzeuge mit Tanks und eine Gruppe von Männern in Schutzanzügen im Bereich Großkoll im Görtschitztal gesehen. Das haben wir dem Büro von Landesrat Rolf Holub gemeldet", erzählt eine Klagenfurterin, die bereits seit mehr als 20 Jahren in diesem Gebiet unterwegs ist. Das war im August. "Da wir bis dato keine Rückmeldung bekommen haben, entschloss ich mich nun angesichts des Vorfalles in Poggersdorf, an die Öffentlichkeit zu treten", meint die Kärntnerin. Sie hat den Verfall der lokalen Vegetation hautnah miterlebt: "Es ist einfach traurig! Alles ist braun, es gibt keine Pilze mehr - und selbst der Jungwald ist angegriffen."

Auf Anfrage der "Krone" konnte man im Büro von Landesrat Holub zumindest bestätigen, dass der Fall bekannt sei. "Der Sachverhalt betreffend der Ausbringung von Spritzmitteln am Großkoll wurde damals an die zuständige Umweltabteilung weitergeleitet", sagt Pressesprecher Fabian Rauber: "Ob Messergebnisse vorliegen, muss jedoch noch eruiert werden."

Auch bei Greenpeace ist man bereits alarmiert: "Da es sich in diesem Fall um den selben Grundbesitzer wie in Poggersdorf handelt, liegt der Verdacht der übermäßigen Ausbringung von Glyphosat nahe. Wir werden der Sache nachgehen."

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