Do, 18. Jänner 2018

"Krone"-Ombudsfrau

22.11.2016 18:00

Endlich eigene Kinder-Reha auch in Österreich!

Was unsere Redaktion schon vor rund zehn Jahren gefordert hat, wird nun endlich umgesetzt: Rehabilitationszentren für kranke Kinder! Diese wurden bisher gemeinsam mit älteren Menschen betreut oder mussten nach Deutschland ausweichen. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren 343 Betten für Kinder und Jugendliche und ihre Angehörigen geschaffen werden.

Schon 2007 hat Ihre Ombuds-Redaktion über den unerträglichen Zustand berichtet, dass schwerkranke Kinder für einen Reha-Aufenthalt nach Deutschland ausweichen müssen. Und ein Großteil der Kosten privat finanziert werden muss. Auch Markus Wieser kämpft seit vielen Jahren dafür, dass in unserem Land eigene Einrichtungen für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Anlass für die Gründung der "Initiative Kinderreha" war die Leukämie-Erkrankung seiner Tochter. Und die Tatsache, dass es für die wichtige Rehabilitation nach einem Spitalsaufenthalt in Österreich keinen einzigen Platz für Kinder gab. Dafür mehr als 7000 Betten in Einrichtungen für Erwachsene.

Dem unermüdlichen Engagement des Vaters ist es nun mitzuverdanken, dass die Entscheidungsträger endlich aufgewacht sind. Vorgesehen ist, in den nächsten Jahren 343 Betten für Kinder und Jugendliche sowie 50 Betten für Angehörige zu schaffen. Rund 5000 Kinder sind laut dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger in Österreich so schwer krank, dass sie für eine stationäre Rehabilitation infrage kommen. Der Startschuss für den Bau der ersten Einrichtungen in Westösterreich ist bereits erfolgt. Auch in bestehenden Reha-Zentren werden eigene Stationen für Kinder geschaffen.

"Wir haben mit unserer Initiative Geschichte geschrieben und ein neues Kapitel in Österreichs Medizin aufgeschlagen", freuen sich Markus Wieser und wir über seinen Erfolg. Was für Erwachsene längst selbstverständlich ist, wird endlich auch für Kinder gelten!

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