So, 19. November 2017

Katze in Sbg gequält

23.11.2016 07:49

Psychologe: „Ein Tierquäler ist im Grunde feig“

Einige Hinweise sind zu jenem Tierquäler eingegangen, der einer Katze bei Köstendorf in Salzburg alle Zehen abgeschnitten hatte. Die Pfotenhilfe Lochen hat 2000 Euro Ergreiferprämie ausgelobt. Was im Kopf eines solchen Unmenschen vorgeht und wie gefährlich der Tierquäler werden kann, analysiert Kriminalpsychologe Barnabas Strutz aus Pucking.

"Krone": Warum macht ein Mensch so etwas Entsetzliches?
Barnabas Strutz: Dem Täter geht es darum, Macht auszuüben, und er hat vermutlich große Lust am Quälen eines Lebewesens, Schmerzensschreie verschaffen ihm Befriedigung. Es steigert auch seinen Selbstwert, ein schwaches, wehrloses Opfer wie ein Kätzchen zu drangsalieren.

"Krone": Was kennzeichnet einen solchen Menschen?
Strutz: Er ist im Grunde sehr feige, ähnlich einem Brandstifter, der sich ebenfalls nicht offen einem Kontrahenten stellt, sondern ihm hinterrücks das Haus anzündet. Dieser Täter ist außerdem extrem gefühlskalt.

"Krone": Woran könnte das liegen?
Strutz: Vielleicht hat er als Kind körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt und gelernt, seine Gefühle abzuschalten.

"Krone": Aber er hat das Tier anschließend nicht getötet.
Strutz: Er wollte anscheinend bewusst, dass die Katze noch lange leidet und hat sie deshalb am Leben gelassen.

"Krone": Ist er für Sie ein Ersttäter?
Strutz: Mit einer derart sadistischen Handlung steigt man normalerweise nicht ein. So etwas steigert sich über einen längeren Zeitraum und im Laufe der Taten.

"Krone": Bedeutet dieser Täter auch eine Gefahr für sein Umfeld?
Strutz: Es wäre gut, wenn er rasch ausgeforscht wird und damit unter Beobachtung ist. Solche Leute steigern ihre Phantasien mehr und mehr. Es ist nicht ausgeschlossen, dass irgendwann auch Menschen Schaden nehmen.

"Krone": Sind solche Menschen erfolgreich therapierbar?
Das ist leider sehr schwierig. Begleitend dazu wäre jedenfalls aus präventiver Hinsicht eine konsequente Bestrafung sehr hilfreich.

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