Di, 21. November 2017

Champions League

21.11.2016 17:08

Sevilla, Leverkusen, Real & Leicester vor Aufstieg

Der Europa-League-Seriensieger FC Sevilla bläst auch in der Champions League zum Angriff. Ein Punkt im Heimspiel gegen die "Alte Dame" von Juventus würde den Spaniern am Dienstag (20.45 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) reichen, um erstmals seit 2009/10 wieder unter die besten 16 der Königsklasse vorzustoßen. Auch Real Madrid und die "Österreicher-Klubs" Leicester und Leverkusen könnten vorzeitig ihre Achtelfinaltickets buchen.

Beim Treffen in Spanien kommt es auch zu einem Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Spielphilosophien. Sevillas neuer Coach Jorge Sampaoli hat seiner Truppe einen wilden, schnellen Stil samt aggressivem Gegenpressing verordnet, ein klarer Kontrast zum auf Ballbesitz und Kontrolle ausgelegten Kick von Juventus unter Massimiliano Allegri. Keine Rolle wird am Dienstag Juve-Topstürmer Gonzalo Higuain spielen, der mit einer Oberschenkelblessur ausfällt.

Juve-Coach: "Spiel ist für Sevilla wichtiger als für uns"
Mit einem Sieg wäre Juve weiter, gewinnt Sevilla würden die Spanier als Gruppenerste feststehen. Juve kann jedenfalls ohne großen Druck ins Spiel gehen, hat Lyon doch vier Punkte Rückstand. Allegri wollte dem Gastspiel ohnehin nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Das Spiel ist für Sevilla wichtiger als für uns", meinte der Trainer von Italiens Tabellenführer im Hinblick auf das letzte Gruppenspiel gegen Dinamo Zagreb vor Heimpublikum: "Wenn wir das nicht gewinnen, haben wir in der CL nichts verloren."

Leicester will in CL die Premier-League-Misere vergessen
Auch Leicester City würde mit Christian Fuchs im Heimspiel gegen das punktelose Schlusslicht Brügge ein Punkt zum Aufstieg in Gruppe G reichen. Einmal mehr könnte sich Englands Überraschungschampion in der Königsklasse für die Misere in der Premier League entschädigen, nur zwei Punkte trennen die "Foxes" dort noch von den Abstiegsplätzen. "Wir müssen all unseren Frust auf Brügge fokussieren", erklärte Trainer Claudio Ranieri nach der 1:2-Niederlage gegen Watford am Samstag.

Leverkusen mit Baumgartlinger vor Weiterkommen
So wie Fuchs dürfte auch Julian Baumgartlinger bei Bayer Leverkusen in der Startelf aufscheinen, während seine Teamkollegen Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan auf der Bank erwartet werden. Zwar ist die Lage für die Elf von Roger Schmidt in der deutschen Bundesliga nicht mit jener von Leicester zu vergleichen, auch die Werkself hinkt den eigenen Erwartungen aber hinterher. Ein Erfolgserlebnis bei Gruppe-E-Schlusslicht ZSKA Moskau käme dem Bundesliga-Neunten gerade recht.

Um fix weiterzukommen, reicht ein Sieg beim russischen Meister allein jedoch nicht. Parallel müsste Tottenham bei Monaco verlieren. "Wenn wir das schaffen, wäre das eine super Geschichte für die Mannschaft. Sie würde uns Schub und zusätzliche Motivation geben", sagte Schmidt, der in Moskau auf Kapitän Lars Bender und Stürmer Stefan Kießling verzichten muss. Moskaus Negativserie - in den vergangenen zehn Spielen gab es für die Russen nur einen Sieg - dürfte da kein Nachteil sein.

Real Madrid mit Ronaldo bei Ronaldos Herzensklub Sporting
In Gruppe F gastiert Real Madrid bei Sporting Lissabon und damit jenem Verein, wo Superstar Ronaldo seine Karriere begonnen hat. Am Wochenende schoss sich der Goalgetter mit einem Triplepack gegen Atletico Madrid warm, auch im ersten Gruppenduell mit Sporting war der Portugiese die prägende Figur. Die Gäste führten bis zur 89. Minute 1:0, in der 94. Minute machte Ronaldo mit einem Freistoß noch den nicht mehr für möglich gehaltenen 2:1-Sieg perfekt.

Sporting hat drei Punkte am Konto und könnte nur mit einem Sieg die theoretische Chance wahren, Real (8) noch abzufangen. Der Gruppensieg scheint Leader Borussia Dortmund (10) ohnehin nicht mehr zu nehmen. Das Team von Thomas Tuchel, das fix in der K.-o.-Runde steht, empfängt Schlusslicht Legia Warschau. Einzig der 6:0-Kantersieg gegen die Polen im Hinspiel Mitte September könnte zu Leichtsinn verleiten.

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