Mi, 13. Dezember 2017

Mehr Mangelberufe?

21.11.2016 15:23

Sorge vor neuer Billigkonkurrenz auf Arbeitsmarkt

Pläne für eine großzügige Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für Billigkonkurrenz aus dem Ausland lösen jetzt Aufregung in der SPÖ aus. Es geht dabei um Ideen aus Teilen der ÖVP, weiteren Berufsgruppen die Türen nach Österreich zu öffnen. Die Kanzler-Partei warnt vor massivem Sozial- und Lohndumping.

Konkret geht es bei den Vorschlägen der ÖVP um eine Erweiterung der sogenannten Mangelberufsliste. Diese Aufzählung regelt, welche Berufsgruppen aus Drittstaaten in Österreich einwandern und hier arbeiten können.

Im vergangenen Jahr gab es acht Mangelberufe (etwa Fräser, Dachdecker oder Krankenpfleger). Die SPÖ drängt in Verhandlungen innerhalb der Koalition auf eine Kürzung dieser Liste um zumindest eine Position.

ÖVP fordert angeblich Vervierfachung der Mangelberufe
Ganz andere Vorschläge kommen dazu allerdings aus der ÖVP. Die Regierungspartei soll dem Vernehmen nach eine Vervierfachung der Mangelberufsliste fordern. Insgesamt hätten dann 29 Berufsgruppen aus dem Ausland Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt.

Experten fürchten, dass "diese zusätzliche Billigkonkurrenz aus Drittstaaten es für arbeitslose Österreicher noch schwerer machen würde, einen Job zu finden". Aus der SPÖ hieß es dazu am Montag, dass "es die Aufgabe der Regierung ist, die österreichischen Arbeitnehmer zu schützen und nicht, den Druck auf dem Arbeitsmarkt für Köche, Kellner und andere auch noch zu erhöhen".

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden