Sa, 25. November 2017

Der ewige Sieger

21.11.2016 12:36

„I am Bolt“: Sprintstar kommt ins Kino!

Das Leben von Sprint-Star Usain Bolt kommt am nächsten Montag in die Kinos. "I am Bolt" ist ein Porträt über den ewigen Sieger - und auch über den zweifelnden, den getriebenen und sensiblen Ausnahmeathleten. Im letzten Satz des Streifens, gesprochen nach seinem dritten Gold-Triple im August in Rio de Janeiro, offenbart Bolt seine Sehnsucht nach dem Karriereende: "Junkfood essen. Einfach leben!"

Bei der internationalen Premiere am Londoner Leicester Square wird Bolt dabei sein. "Mit diesem Film möchte ich den Menschen zeigen, wie mein Leben wirklich aussieht, die Dinge, die ich durchgemacht habe, um an den Punkt zu gelangen, an dem ich mich heute befinde, die Hochs und Tiefs, die Einblicke in meine Gedanken-und Gefühlswelt", teilte der 30-jährige Leichtathlet via Pressemitteilung der Universal Pictures mit.

Usain Bolts "wahres Ich"
Der Film zeige sein "wahres Ich". Die immer wiederkehrenden Siege auf großer Bühne, in der Biografie oft untermalt mit opulenter Musik, und die Jubelfeiern in seiner Heimat sind es nicht, die Neues über Bolt offenbaren. Es sind eher die unspektakulären Momente: In denen Bolt in seinem Hotelzimmer sein makelloses T-Shirt bügelt, und zu einem Musikvideo auf dem Smartphone singt.

Oder wenn er sich wieder einmal langweilt und sein Manager Ricky Simms erklärt: "Er kann halt nicht einfach raus und shoppen gehen." Oder wenn Bolt zugibt, dass er jedes Jahr Angst vor dem ersten Rennen habe: "Bin ich noch schnell? Bin ich noch der Schnellste?" Wie er nach einem Rennen stöhnend in eine mit Eiswasser gefüllte Badewanne sinkt oder im Training schwer atmend auf dem Boden liegt.

Motivationsprobleme vor Rio
Bolt, gehandicapt durch eine Oberschenkelverletzung, hatte vor den Sommerspielen in Rio de Janeiro mit Motivationsproblemen zu kämpfen. Er musste bei den Jamaika-Trials aussteigen, sich von seinem US-Rivalen Justin Gatlin anmachen lassen. Doch als er ein Video mit Gatlins Ankündigung, er werde Bolt bei Olympia schlagen, sah, "da hat sich alles geändert".

"I am Bolt" zeigt auch, dass der Weltrekordler sein kleines Team braucht wie eine Familie, um auf der Bahn zu bleiben: den schwergewichtigen, beruhigenden Trainer Glen Mills, den smarten Manager Simms, seinen Physiotherapeuten Everald Edwards - und vor allem Nugent Walker, genannt "NJ". Bolts langjähriger Schulfreund, engster Vertrauter, offiziell: Executive Manager. "Er liebt ihn wie seinen Bruder", sagt Simms.

Sie alle fangen Bolt immer wieder auf, wenn er sich am liebsten hängen lassen würde. Denn er sagt selbst: "Ich hasse es, Dinge zu tun, an denen ich keinen Spaß habe." Der lässige Sprinter braucht die Auszeiten: mit flotten Mädels am Strand, in seinem goldfarbenen Sportwagen, mit seinen Kumpels in der Disco. Er benötigt sie wie die Luft beim Endspurt und wie das Lachen, das durch den Film hallt.

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