Di, 21. November 2017

„Wunder“ in Tirol

20.11.2016 17:01

10-Meter-Sturz: Kind (5) von Passanten aufgefangen

Man kann wahrlich von einem kleinen Wunder sprechen: Ein fünf Jahre altes Mädchen hat am Sonntagnachmittag im Innsbrucker Stadtteil Pradl einen Zehn-Meter-Sturz aus einem Fenster nahezu unverletzt überlebt. Das allerdings ist einzig und allein zwei Passanten zu verdanken, die das Kind kurz vor dem Absturz am Geländer des Balkons hängen sahen, geistesgegenwärtig reagierten und ihre Jacken zu einer Art Sprungtuch umfunktionierten.

Die beiden Zeugen - laut Polizei ein 20-jähriger Algerier und ein 21 Jahre alter Marokkaner - gingen am Nachmittag gegen 12.15 Uhr an dem betreffenden Haus vorbei, sahen durch Zufall nach oben und dort das fünfjährige Mädchen an der Brüstung der Dachterrasse hängen.

Die Kräfte des Kindes schwanden rasch, höchste Eile war geboten. Ein Absturz aus dieser Höhe hätte für das Mädchen wohl schwerste Verletzungen, wenn nicht sogar den Tod bedeutet. Die beiden Passanten verloren daher keine Zeit, zogen ihre Jacken aus und spannten sie zu einem Fangtuch auf - und das keine Sekunde zu früh. Denn nur Augenblicke später stürzte die Fünfjährige in die Tiefe.

"Lediglich eine Bisswunde an der Lippe"
Mit den Jacken konnten die Passanten "den Sturz der Fünfjährigen abfedern und das Mädchen auffangen", berichtete Hubert Thonhauser von der Polizeiinspektion Pradl. Das Kind habe dank der beiden Männer bei dem Absturz "lediglich eine Bisswunde an der Lippe" davongetragen, so der Beamte weiter. Das Mädchen wurde dennoch zur Sicherheit in die Innsbrucker Klinik gebracht.

Zur genauen Vorgeschichte des glimpflich ausgegangenen Vorfalls ist noch nichts bekannt. Fest steht laut Polizei bislang nur, dass die Fünfjährige zum Zeitpunkt des Unglücks alleine zu Hause war.

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