Mi, 22. November 2017

ATP-Finals

20.11.2016 12:25

Andy Murray: „Es war ziemlich dramatisch!“

Ein Autor hätte das Drehbuch nicht spannender schreiben können: Die mit 7,5 Millionen Dollar dotierten ATP-Finals in der Londoner O2-Arena haben ihr Traum-Endspiel der Nummern 1 und 2. Der prestigeträchtige und sehr lukrative Sitz auf dem Tennis-Thron zum Jahres-Ende wurde auch erst in diesem Endspiel am Sonntag (ab 19 Uhr MEZ) entschieden. Novak Djokovic hat gegen Andy Murray einen Vorteil.

Denn der zwölffache Major-Sieger, der erst vergangenen Montag von Murray an der Spitze der ATP-Weltrangliste abgelöst wurde, hat weit weniger Zeit auf dem Platz verbracht. Nur im Auftakt-Spiel der Gruppe "Ivan Lendl" gegen Dominic Thiem hat er gegen den Niederösterreicher einen Satz abgegeben, er stand als erster Spieler fix im Halbfinale und war am Samstag im Halbfinale beim 6:1, 6:1 über Kei Nishikori nur 65 Minuten auf dem Platz.

Ganz anders Murray, der schon zwei Rekordmatches bei diesem Turnier en suite hingelegt hat: Zunächst kämpfte er in der Gruppenphase Nishikori in 3:20 Stunden nieder, gegen Thiem-Bezwinger Milos Raonic musste er sogar einen Matchball abwehren. Erst nach 3:38 Stunden stand der Schotte als 5:7, 7:6, 7:6-Sieger fest.

Erstmals entscheidet Endspiel der ATP-Finals über Nummer 1
Erstmals in der Geschichte des Saison-Showdowns wird die Nummer-1-Position zum Jahres-Ende, die nicht nur sportlich wichtig ist, sondern auch finanziell mit sehr lukrativen Bonus-Zahlungen und Prämien-Ausschüttungen belohnt wird, im letzten Einzel des Jahres vergeben. "Das hat es noch nie gegeben. Ich fühle mich privilegiert, Teil der Geschichte zu sein. Das wird eines der größten Matches, das wir je gegeneinander spielen werden", sagte Djokovic noch auf dem Court.

Murray musste alles tun, um nach nun 23 Siegen en suite für sein erstes Endspiel bei den ATP-Finals ready zu werden. "Es war ziemlich dramatisch", meinte Murray mit typischem Understatement. "Es war nicht nur physisch hart, sondern auch mental ein sehr schweres Match und ziemlich stressig." Sollte sich Djokovic durchsetzen, dann wird es sein sechster Titel bei den ATP-Finals und er würde mit Rekordhalter Roger Federer gleichziehen.

So sehr für beide das Preisgeld normalerweise eine Nebenrolle spielen mag: In diesem Finale stehen exorbitante Summen auf dem Spiel. Der ungeschlagene ATP-Finals-Champion erhält 2,391 Mio. Dollar plus eine Bonuszahlung von 3 Mio. Dollar als Jahresbester am Saisonende, also 5,391 Mio. Dollar. Für den Finalverlierer gibt es 1,261 Mio. Dollar plus 1,5 Mio. Dollar für den ATP-Endrang zwei.

Im Head-to-Head der Superstars steht es übrigens 24:10 für den "Djoker", der eine Woche jünger ist als Murray. Exakt die Hälfte der 34 Begegnungen waren in einem Endspiel, zuletzt als bisher letztes Aufeinandertreffen schon vor fünf Monaten im Finale der French Open, das Djokovic mit einem Vier-Satz-Sieg zum Karriere-Grand-Slam gewann.

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