Mi, 13. Dezember 2017

Sprachforscherin:

20.11.2016 11:54

"Alpen-Mordor"-Sager schadet Van der Bellen

Vor einer Machtübernahme durch die FPÖ und vor einer "Art Alpen-Mordor", also dem Land allen Übels in "Herr der Ringe", hat kürzlich Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen gewarnt. Für die Sprachforscherin Elisabeth Wehling könnte der "Alpen-Mordor"-Sager dem Ex-Grünen-Chef schaden.

Wie Wehling im "Krone"-Interview erklärt, war die Strategie Van der Bellens vor wenigen Tagen beim Auftakt zum Intensivwahlkampf, das Gespenst der "blauen Republik" an die Wand zu malen, "sicher nicht die beste". "In der Regel funktioniert die Idee des Abwertens des Gegenübers und des Nicht-Würdigens von Menschen, die anderer Meinung sind, und die daraus entstehende Agitation gegen andersgläubige Menschen eher für den populistischen Flügel. Menschen der Mitte wird man damit nicht abholen, denn die wollen ein respektvolles Miteinander", meint die renommierte Sprachwissenschaftlerin.

"Wollen wir eine Art Alpen-Mordor?"
In seiner mehr als 30 Minuten langen Rede hatte der von den Grünen unterstützte Van der Bellen am Dienstagabend die Vorzüge Österreichs hervorgehoben - "ein offenes, freundliches, helles, erfolgreiches Land" - und gemeint: "Oder wollen wir es als eine Aneinanderreihung von Katastrophen und Verschwörungen sehen?" - als eine "Art Alpen-Mordor", verwies er auf "Herr der Ringe" und Aussagen seiner Freunde über die Weltsicht der FPÖ.

Video: Alexander Van der Bellens Auftakt zum Intensivwahlkampf

Strache vergleicht Van der Bellen mit "Gollum"
Der Konter durch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ließ nicht lange auf sich warten. Er bezeichnete Van der Bellens Aussagen als "peinlich". Strache konnte es aber ebenfalls nicht lassen, sich in die Fantasy-Welt von "Herr der Ringe" zu begeben und verglich den ehemaligen Grünen-Bundessprecher mit der Figur des "Gollum". "Gollum" ist anfangs ein gesunder Hobbit und führt ein glückliches Leben im Auenland. Doch seine unstillbare Sehnsucht nach dem Ring der Macht verwandelt ihn zu einer bemitleidenswerten Kreatur, die von der Gesellschaft verstoßen wird und alles und jeden misstraut und hasst.

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