Mi, 17. Jänner 2018

Gegen Ex-Ortschef

19.11.2016 15:37

"Causa Fohnsdorf": Prozessstart steht bevor

Hohe Gemeindeschulden vor allem durch den Bau der Therme, vernichtende Prüfberichte, eine mehrmonatige Absetzung des Gemeinderats: Die "Causa Fohnsdorf" schlug jahrelang auch landespolitische Wellen. Nun das Finale: Ab Donnerstag steht Ex-Bürgermeister Johann Straner in Leoben vor Gericht.

Eigentlich hätte der Prozess schon 2015 stattfinden sollen. Wegen eines privaten Schicksalsschlags (der auch zu Straners Rückzug aus der Politik führte) war der langjährige Bürgermeister aber verhandlungsunfähig. Ab Donnerstag steht er nun aber in Leoben vor Richterin Barbara Grundbichler. Der Prozess ist für fünf Tage anberaumt, ein Urteil könnte es am 30. November geben.

Straner wird Amtsmissbrauch und Untreue vorgeworfen; es gilt die Unschuldsvermutung. Der in Fohnsdorf nach wie vor beliebte Straner (bei der Wahl 2015 erhielt er mit seinem SP-Team beinahe 50 Prozent der Stimmen) hat sich nicht selbst bereichert; er betonte stets, im Sinne der Gemeinde gehandelt zu haben. Er soll allerdings weitreichende Entscheidungen (etwa über eine Kredittilgung und einen Zuschuss für die Therme) ohne Gemeinderatsbeschlüsse getroffen haben. Auch die Erlassung der Lustbarkeitsabgabe für ein Kino und sein Arbeitskräfteüberlassungsvertrag mit den ÖBB sind Teile der Anklage.

Die Therme selbst fährt mittlerweile in ruhigen Gewässern. Auch in der Gemeinde ist politisch ein neuer Stil eingezogen, die heftigen Streitereien gehören der Vergangenheit an.

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