Do, 14. Dezember 2017

Grundversorgung

19.11.2016 15:52

Asylkosten haben sich seit 2014 verdoppelt

Die Kosten für die Betreuung von Asylwerbern haben sich seit 2014 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2016 wurden mit Stichtag 20. September knapp 339 Millionen Euro aufgewendet. 66.178 Asylwerber befanden sich in der Grundversorgung, wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Team Stronach durch das Innenministerium hervorgeht.

Im Jahr 2014 hatten die Kosten für die Bundesbetreuung noch knapp 144 Millionen Euro betragen, 2015 dann fast 246 Millionen Euro. Team-Stronach-Klubobmann Robert Lugar wettert: "Es passiert genau das, wovor wir gewarnt haben: Die Kosten für die Flüchtlinge explodieren."

Krankenversicherung: 3,1 Millionen Euro
Lugars Partei interessierte sich auch für die Kosten der Krankenversicherung. Demnach waren für die Asylwerber in Bundesbetreuung im Jahr 2014 knapp 1,8 Millionen Euro und 2015 rund 4,7 Millionen Euro aufgewendet worden. Heuer waren es bis Ende September knapp 3,1 Millionen Euro.

Taschengeld: 1,6 Millionen Euro
Für das Taschengeld der Personen in Bundesbetreuung waren im Jahr 2014 knapp 670.000 Euro und 2015 rund 1,7 Millionen Euro ausgegeben worden. Im Jahr 2016 waren es bis Ende September rund 1,6 Millionen Euro.

Unterkünfte: 9,4 Millionen Euro
Die Kosten für die Unterkünfte der Asylwerber in Bundesbetreuung allein - hierzu zählen etwa Mieten, Energie, Umbaukosten oder technische Prüfungen - hatten sich im Jahr 2014 auf rund 422.000 Euro und im Vorjahr auf 4,6 Millionen Euro belaufen, heuer betrugen sie bis Anfang Oktober knapp 9,4 Millionen Euro.

Rückkehrhilfe: 540.000 Euro
Finanzielle Mittel des Bundes werden auch für die freiwillige Rückkehr von Asylwerbern verwendet. Die Rückkehrhilfe beträgt zwischen 50 und 370 Euro pro Person. Insgesamt wurden heuer in den ersten acht Monaten für Rückkehrhilfen Zahlungen von knapp 540.000 Euro in Rechnung gestellt. Im Jahr 2014 waren es 206.000 Euro und 2015 453.000 Euro gewesen.

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