Di, 12. Dezember 2017

Plötzlicher Tod

19.11.2016 15:18

Theatermacher Heribert Sasse 71-jährig verstorben

Der österreichische Regisseur, Theaterleiter und Schauspieler Heribert Sasse ist Samstagmittag im Alter von 71 Jahren plötzlich verstorben. Das teilte das Wiener Theater in der Josefstadt, dessen Ensemblemitglied der gebürtige Linzer seit 2006 war, in einer Aussendung mit. Der gebürtige Linzer hatte erst vergangene Woche als Joachim von Esselbeck in "Die Verdammten" am Theater Premiere gefeiert.

"Tief betroffen und bestürzt" reagierte das Theater in der Josefstadt auf den plötzlichen Tod von Heribert Sasse. Das Wiener Theater war seit der Spielzeit 2006/2007, als Herbert Föttinger die Direktion übernahm, Sasses künstlerische Heimat. Hier inszenierte er in den vergangenen Jahren "Mich hätten Sie sehen sollen" sowie die Brecht-Uraufführung "Die Judith von Shimoda".

Als Schauspieler stand Sasse in der Josefstadt gerade in der Rolle des Uralten Stutzer in Ödön von Horvaths "Niemand" in der Regie von Föttinger.

Auch als Patriarch Joachim von Esselbeck in Elmar Goerdens Inszenierung von "Die Verdammten" nach dem Film von Luchino Visconti stand der 71-Jährige auf der Bühne.

Daneben spielte Sasse auch in Film-und Fernsehproduktionen mit, zuletzt in Franz Novotnys Spionagedrama "Deckname Holec" (2016).

Am 28. September 1945 in Linz geboren, absolvierte Sasse zunächst ein Musikstudium, ehe er 1968 als Schauspieler am Wiener Volkstheater debütierte und 1969 erstmals in München Regie führte. Seine große Zeit hatte der Theatermann aber in Berlin, wo er in den 80er und 90er-Jahren Schillertheater, Renaissancetheater und Schlossparktheater leitete.

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